Sicherheitssysteme

  • Als grundsätzlich positiv kann die hohe Anzahl Primärkühlmittelschleifen bewertet werden
  • Es besteht in der Reaktorzone ein kugelförmiger Einschluss mit Stahlmantel, mit zirka 2300 Tonnen Wasservorrat zur Dampfkondensation. Die Konstruktion ist bis zu 4,3 bar Überdruck ausgelegt
  • Für die Nachkühlung des Reaktorkerns, auch beim Abriss einer Hauptkühlmittelleitung, bestehen vier Nachkühlsysteme und ein Kernflutsystem, wobei die Kapazität eines dieser Systeme genügen würde, um das Schmelzen des Brennstoffs aufgrund der Nachzerfallswärme zu verhindern.
  • Beim Versagen der Nachkühlsysteme stehen besondere Wasserbehälter mit Steuerstabspülsystemen zur Verfügung.
  • Außerhalb der Anlage stehen zwei voneinander getrennte Wasser-Vorratsbehältern über Leitungen und Feuerlöschpumpen zur Verfügung.
  • Wasser aus der Elbe über Leitungen und drei Feuerlöschpumpen.
  • Wasser aus der Elbe mit Hilfe von vier mobilen Feuerlöschpumpen.

Das KKB kann hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und der Sicherheitskonzepte mit modernen Anlagen nicht verglichen werden. Es spiegelt den Stand von Wissenschaft und Technik der 1970er Jahre wider. Dieser Umstand kann nur zum Teil durch engagiertes Sicherheitsmanagement und Nachrüstung ausgeglichen werden.  

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