Am Gelände des KKW Bohunice soll das bestehende Brennelemente-Zwischenlager ausgebaut werden. Wie überall auf der Welt ist das Problem des Atommülls entgegen der Beschwichtigungen durch die Nuklearindustrie auch in der Slowakei ungelöst. Die Kernkraftwerke des Landes produzieren aber jedes Jahr dutzende Tonnen hochradioaktiver verbrauchter Brennelemente. Da die bestehenden Lagerkapazitäten zur Neige gehen und ein Lösung des Problems nicht in Sicht ist, soll die bestehende Kapazität ausgeweitet werden, um auch die ab 2022 anfallenden Brennelemente für die nächsten 100 Jahre zwischenlagern zu können.

Die WUA hat gemeinsam mit den Antiatombeauftragten der Länder Niederösterreich und Salzburg eine gemeinsame Stellungnahme zu dem Projekt ausgearbeitet und abgegeben. In dieser machen Niederösterreich, Salzburg und Wien unmissverständlich klar, dass das immer weitere Anhäufen von hochradioaktiven abgebrannten Brennelementen - ohne eine langfristige Lösung zu haben - nicht sinnvoll ist. Für den abzulehnenden Fall einer Erweiterung der Zwischenlager muss die sicherste Variante umgesetzt werden.

CNFE wächst

Das von der Wiener Umweltstadträtin Ulli Sima initiierte und von der WUA betreute Städtenetzwerk CNFE für ein atomkraftfreies Europa wächst beständig. Seit seiner Gründung im Jahr 2011 ist es auf nunmehr über 20 Städte in ganz Europa angewachsen. Die letzte Erweiterung erfolgte mit dem Beitritt der griechischen Städte Volos, Thessaloniki, Corfu und Larisa. Die Partnerstädte wollen auf EU-Ebene fundierte Informationen zu Alternativen zur Atomenergie verbreiten. Besonders wichtig ist die ökonomischen Fakten darzulegen, die zeigen, dass Kernenergie keinesfalls billig und sauber ist.

Mehr Informationen:

Stellungnahme zur Erweiterung des Brennelemente Zwischenlagers am Standort Bohunice - UVP 
CNFE - Cities for a Nuclear Free Europe

 

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