Die WUA stellt sich vor

Newsflash

WUA 20 Jahre +

Die Wiener Umweltanwaltschaft (WUA) besteht als weisungsfreie und unabhängige Einrichtung des Landes Wien seit mehr als 20 Jahren. Unter dem Motto "Stadt-Natur : fair-mehren" wurde im Rahmen dieses Jubiläums eine Fachtagung und eine Festveranstaltung in der Wiener Urania abgehalten. Mehr Informationen 

Umwelttipp der Woche

So wird die Anreise zum Urlaub
Fahren Sie mit dem Zug in die Ferien, so schonen Sie das Klima und ersparen sich Staus. Ist es notwendig mit dem Auto in das Urlaubsdomizil zu reisen, nehmen Sie den Autroreisezug – bequeme Anreise und ihr Auto steht Ihnen vor Ort  zur Verfügung. Oder Sie entscheiden sich für eine „entschleunigte“ Anreise – das heißt planen Sie ein bis zwei Tage mehr für die Anfahrt ein und machen Sie schon die Fahrt in den Urlaub zum Erlebnis.

Aufgaben der Atomschutzbeauftragten für Wien

Im Jahr 2002 hat die Umweltanwaltschaft auch die Rolle der Wiener Atomschutzbeauftragten übernommen. Folgende Aufgaben liegen in ihrem Bereich:

  • Mitverfolgen der Entwicklung der Atompolitik in Europa, im Besonderen in den Nachbarstaaten mit grenznahen Atomkraftwerken
  • Fachliche Beratung der Entscheidungsträger/innen der Stadt Wien und Erarbeitung von Stellungnahmen, Positionen und Forderungen in Atomfragen
  • Kooperation in Netzwerken und gemeinsamen Projekten mit Bürger/innen, Bürgerinitiativen, NGOs, Katastrophenschutz-Beauftragten und anderen Bundesländern
  • Einrichtung einer Informationsplattform für die Wiener Bevölkerung und eines Expertennetzwerks zu den Themen Atomschutz, Katastrophenschutz, Erneuerbare Energien
  • Unterstützung von Initiativen in den Nachbarstaaten zur Umstellung der Energieaufbringung und Erhöhung der Energieeffizienz (Energiepartnerschaften). In diesem Zusammenhang hat die WUA im Rahmen von Interreg die grenzüberschreitenden Projekte Direct (PDF 129 KB), SolarStrat und VIP Net mit der Region Bratislava organisiert.
  • Vertretung Wiens in Gesprächen mit dem Bund und den Nachbarstaaten (bilaterale Treffen)

Ziele der Atomschutzbeauftragten

Hauptziel ist ein Europa ohne Atomkraftwerke. Die Teilziele für die nächsten Jahre sind:

  • Einhaltung von Schließungsszenarien für veraltete Atomkraftwerke in den Nachbarstaaten
  • Einheitliche Sicherheitsstandards in Europa
  • Fachlich und inhaltlich hochwertige Information für die Wiener Bevölkerung und die Menschen in der Region Wien, Bratislava, Brno, Györ
  • Weitergabe von Wiener Erfahrungen zu Energieeffizienz und alternativer Energiegewinnung

Argumente der Atomschutzbeauftragten gegen Kernenergie 

  • Abfall aus Kernkraftwerken (verbrauchte Brennstäbe,...) sind radioaktiv und müssen zum Teil über hunderttausende Jahre sicher gelagert werden.
  • Unfälle in Kernkraftwerken können katastrophale Folgen nach sich ziehen. Wie in Tschernobyl bleiben große Gebiete praktisch ewig unbenutzbar. Für auch weiter entfernt lebende Menschen sind die Folgen durch eine erhöhte Anzahl von Krebserkrankungen und Missbildungen bei Kindern noch über viele Jahrzehnte gegenwärtig.
  • Die Kernenergie trägt weniger als 3 % zur Weltenergieversorgung bei. Selbst wenn man diesen Anteil nicht ausbaut, wird am Ende dieses Jahrhunderts kein Uran mehr vorhanden sein. Reaktoren mit anderen Brennstoffen (Plutonium, Thorium) haben ein vielfach höheres Unfallrisiko.
  • Aus den Abfällen der Kernenergie lassen sich die Rohstoffe für Atomwaffen gewinnen.
  • Der Uranbergbau hinterlässt große radioaktiv verseuchte Gebiete.
  • Die Kernenergie ist unter Einrechnung aller Kosten – welche heute nicht von den Verursachern sondern von der Allgemeinheit getragen werden – eine teure Energieform.
  • Der rechtliche Rahmen für die Kernenergie räumt dieser Energieform viele Sonderrechte ein und entzieht vielen Bereichen eine effektive und transparente Kontrolle.

Maßnahmen zum persönlichen Ausstieg aus der Atomenergie

CNFE - Cities for a Nuclear Free Europe (Städtenetzwerk für ein nuklearfreies Europa)

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