Gstett’nführer - Wiens wilde Natur entdecken
Die Broschüre „Am Anfang war die Gstett’n – Wiener Stadtwildnisflächen“ ist reich bebildert und soll vor allem Kindern die Natur vor der Haustüre näher bringen. Die liebevoll illustrierte Broschüre zeigt, dass Stadtwildnis nicht nur Rückzugsraum von seltenen Tieren und Pflanzen, sondern auch ein faszinierender Abenteuerspielplatz sein kann. Der „Gstett’nführer“ der WUA kann kostenlos bestellt werden.
Nachdem bereits im Jahr 2008 mit dem Scoping–Verfahren ein wichtiger Verfahrensschritt für die Errichtung zweier weiterer Reaktorblöcke in Temelin gesetzt wurde, führt die Tschechische Republik nun die zweite und letzte Stufe des UVP-Verfahrens zum geplanten Projekt durch.
Die Wiener Umweltanwaltschaft als Atomschutzbeauftragte der Stadt Wien hat sich bereits im ersten Verfahrensschritt intensiv mit dem Vorhaben auseinandergesetzt.
Die Ergebnisse aus den damaligen Einwendungen gegen neue Leistungsreaktoren am Standort Temelin, die Studie (5-MB-PDF) zu diesem Projekt und die neuen Erkenntnisse aus der vorliegenden Umweltverträglichkeitserklärung des Antragstellers, werden die Grundlage für das weitere Engagement der WUA gegen die Ausweitung von Temelin bilden.
Die Unterlagen zum grenzüberschreitenden UVP-Verfahren sind bis 27. September 2010 öffentlich aufgelegt. Die offizielle Kundmachung mit den letztgültigen Terminen erfolgte in zwei repräsentativen Tageszeitungen. Innerhalb dieser Frist besteht die Möglichkeit in die Unterlagen Einsicht zu nehmen und eine Stellungnahme abzugeben. Alle Stellungnahmen sind von der tschechischen Behörde zu behandeln und in ihrer Entscheidung zu berücksichtigen.
In Anbetracht der Brisanz des Themas ist nach Ansicht der WUA eine gemeinsame Vorgehensweise aller Temelingegner/innen notwendig, um den potenziell negativen Einfluss des Vorhabens auf die Sicherheit aller Bürger/innen deutlich zu machen.
Die Errichtung neuer Kernkraftwerke wird von der Wiener Umweltanwaltschaft aus mehreren Gründen abgelehnt. In diesem Feld getätigte Investitionen fehlen für eine nachhaltige Entwicklung im Energiebereich und verhindern die notwendige Umstellung auf erneuerbare Energieträger. In Tschechien besteht kein Bedarf für den in den geplanten Reaktoren zukünftig erzeugten Strom. Die Tschechische Republik exportiert bereits heute deutlich mehr als 10 % des im Land erzeugten Stroms. Jede/r Konsument/in hat somit die Möglichkeit einen Beitrag dazu zu leisten, dass die Errichtung der geplanten Reaktoren für das Unternehmen uninteressant wird, in dem er/sie keinen Strom aus Kernkraftwerken bezieht.
Umweltbundesamt: Unterlagen zur UVP