Die WUA stellt sich vor

Newsflash

Gstett’nführer online
Das Sonnenlicht in den verfärbten Blättern macht die Gstett’n auch im Herbst zu einem lohnenden Ziel. Zusätzlich sind Vögel in den kahlen Zweigen besonders gut zu beobachten. Malerische Stadtwildnisflächen sind im beliebten Gstett’nführer der WUA zu finden, der jetzt auch als Download zur Verfügung steht.

Umwelttipp der Woche

Fairtrade Schokolade – süßer Genuss mit gutem Gewissen       
In Kakaoplantagen sind die Löhne sehr niedrig, da am globalisierten Markt wenige große Süßwaren-Konzerne die Preise drücken. In manchen Ländern haben sich sklavenähnliche Arbeitsverhältnisse gebildet und Kinderarbeit ist häufig. Die gute Nachricht: Es gibt inzwischen immer mehr Anbieter von qualitativ hochwertigster FAIRTRADE Schokolade.

Die Wiener Umweltanwaltschaft setzt sich im Rahmen ihrer Tätigkeit im Bereich Energie einerseits mit der Frage auseinander, wie es möglich ist, den bestehenden Energiebedarf in ökologisch möglichst schonender Weise zu decken. Andererseits unterstützen wir immer wieder Initiativen und Maßnahmen, die es ermöglichen, den Energieverbrauch zu senken. Energie einzusparen und so erst gar nicht produzieren zu müssen, ist der umweltschonendste Umgang mit der knappen Ressource Energie.

Erscheinungsformen von Energie

Der österreichische Energieverbrauch beträgt zirka 404 TWh (1 Terawattstunde = 1012 Wattstunden) und steigt jährlich um mehr als 2 %. Etwa 25 % davon stammen aus erneuerbaren Energiequellen. Eine grobe Betrachtung zeigt, dass etwa je ein Drittel des Energieverbrauchs auf Verkehr, Industrie und andere Verbraucher entfällt. Ein Anteil von etwa 60 TWh wird in der Form von elektrischer Energie verbraucht. Durch die günstigen natürlichen Gegebenheiten in Österreich können etwa 60 % davon aus Wasserkraft gewonnen werden. Auf Grund des stetig steigenden Verbrauchs und in geringerem Ausmaß wegen der Liberalisierung der Strommärkte erzeugt Österreich seit dem Ende der 90-er Jahre auch bei der Elektrizität nicht mehr selbst seinen Eigenbedarf. Im europäischen Vergleich hat Österreich - vor allem auf Grund der Wasserkraft - einen hohen Anteil an erneuerbarer Energie. In Europa erfolgt die Stromgewinnung zu etwa 85 % aus fossilen Rohstoffen sowie Kernenergie und zu 15 % aus erneuerbaren Quellen. Es ist also derzeit in allen Bereichen eine überwiegende Abhängigkeit von fossilen Energieträgern gegeben.

Die Europäische Union hat sich auf Grund des Klimawandels und Überlegungen zur Verringerung von Abhängigkeiten das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 die CO2-Emissionen um 20 % zu senken. Dieses Ziel soll durch eine Ausweitung der erneuerbaren Energieträger und durch Energieeffizienz erreicht werden. Leider werden durch diese notwendige Zielsetzung zur Emissionsreduktion auch wieder Verfechter langfristig untauglicher Maßnahmen - wie der Energie aus Kernspaltung - auf den Plan gerufen.

Das durch die Europäische Union vorgegebene Ziel der Schadstoffreduktion ist durch Energieeffizienz und den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energieträger erreichbar. Österreich wird als Beitrag dazu den Anteil an erneuerbaren Energieträgern am Gesamtverbrauch verdoppeln müssen. Will man die gegenwärtige Bedrohung durch den von der Menschheit verursachten Klimawandel auf Dauer abwenden und Versorgungssicherheit garantieren, so sind die Ziele und Maßnahmen bis 2020 allerdings nur eine Etappe auf dem Weg zu einer vollständig nachhaltigen Energieversorgung.

 

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