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Klimaschutz, Klimawandelanpassung und Resilienz

Klimaschutz ist ein Sammelbegriff für alle Bemühungen, den menschengemachten Klimawandel zu reduzieren, der mit global steigenden Temperaturen und einer Zunahme von Wetterextremen einhergeht. Der Klimawandel wird durch die seit der industriellen Revolution steigenden Emissionen von Treibhausgasen verursacht. Dabei spielt die Verbrennung fossiler Energieträger durch Industrie, Verkehr und Haushalte unter Freisetzung von Kohlendioxid eine zentrale Rolle. Das Hauptaugenmerk des Klimaschutzes liegt deshalb auf der Erhöhung der Energieeffizienz ("Energiesparen") sowie auf dem möglichst vollständigen Umstieg von fossilen Energieträgern wie Öl, Gas und Kohle auf erneuerbare wie Sonne, Wind, Wasserkraft, Geothermie oder Biomasse. Auch Maßnahmen zur gezielten Bindung von Treibhausgasen aus der Atmosphäre in der Biosphäre, etwa durch Aufforstungsprojekte in feuchtwarmen Erdregionen, können den Klimawandel mildern. Verhindert werden kann das Fortschreiten des Klimawandels jedoch nicht mehr, da die bereits erhöhten Treibhausgaskonzentrionen in der Atmosphäre noch für viele Jahrzehnte wirksam bleiben.

Klimawandelanpassung ist deshalb das zweite Standbein der internationalen Klimapolitik geworden. Den nicht mehr zu verhindernden Folgewirkungen des Klimawandels soll durch regionale Anpassungsmaßnahmen an erhöhte Temperaturen, an den Meeresspiegelanstieg und an die Zunahme von Wetterextremen begegnet werden. Da die Folgewirkungen des Klimawandels sehr vielseitig sind, sind es auch die entsprechenden Anpassungsmaßnahmen. Sie reichen vom Ausbau des Hochwasser- und Katastrophenschutzes, über die Änderungen von Baunormen und der land- und forstwirtschaftlichen Praxis, bis zu Hitzealarmplänen und Begrünungskampagnen für Städte und betreffen die verschiedendsten Sektoren und Disziplinen.

Resilienz beschreibt die Toleranz eines Systems gegenüber Störungen, und wird häufig mit „Krisenfestigkeit“ übersetzt. Der Begriff wurde zuerst in der Psychologie verwendet, wo unter Resilienz die psychische Robustheit verstanden wird, welche aktiv im Umgang mit Anforderungen oder Belastungen von einem Kind erworben wurde. Sie erlaubt dem Individuum auch später, Krisen zu meistern und als Anlass für Entwicklungen zu nutzen. Die Resilienz von Ökosystemen bezeichnet (laut Wikipedia) „deren Fähigkeit, Störungen zu tolerieren, ohne dass das System so zusammenbricht, dass sich langfristig ein qualitativ veränderter Systemzustand einstellt, der von einer Vielzahl anderer Prozesse geregelt wird.“ Neuerdings wird der Begriff auch auf Gesellschaftssysteme ausgedehnt. Resilienz bedeutet in diesem Zusammenhang die Fähigkeit einer Gesellschaft (Region, Stadt etc.), unvorhersehbare Krisensituationen positiv zu bewältigen. Welche spezifischen Eigenschaften einer Region gestärkt werden müssen, um gegenüber künftigen Krisen- und Katastrophensituationen aufgrund von Klimawandel, Terrorismus, Ressourcenverknappung oder Finanzkrisen besser gerüstet zu sein, wird zur Zeit verstärkt beforscht.