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Zieselpopulation am Goldberg gerettet (03/2007)

Gebiet der ehemaligen Radiostation Austria ist Naturdenkmal

Die Bestände des gemäß Wiener Naturschutzverordnung als "prioritär bedeutend" eingestuften Ziesels sind im Süden Wiens seit den 1970er-Jahren um 40 Prozent zurückgegangen.

Hauptursachen für die Gefährdung sind die Bautätigkeit in ehemaligen Grüngebieten und die Ausdehnung landwirtschaftlicher Flächen. Diese Prozesse führen zu Verlust und Fragmentierung von Lebensräumen und damit zur Isolation von Zieselvorkommen und ungünstigen Umweltbedingungen. Verbleibende Populationsfragmente sind für Störungen besonders anfällig.

Trotz der bereits kritischen Situation der Ziesel am Goldberg sollten zwei Drittel des Geländes der Radiostation bebaut werden. Für einen Großteil der Zieselpopulation war eine Umsiedlung auf das Gebiet des Wasserbehälters Oberlaa geplant. Da der Ausgang dieser Maßnahme ungewiss war und die verbleibende Restpopulation schlechte Überlebenschancen gehabt hätte, wurde die geplante Bebauung von der Wiener Umweltanwaltschaft abgelehnt. Bürgerinitiativen der angrenzenden Siedlungen konnten schließlich erreichen, dass sich Bürgermeister Häupl gegen die Bebauung des Geländes ausgesprochen hat. Die Wiener Umweltanwaltschaft hat eine Schutzstellung gemäß Wiener Naturschutzgesetz angeregt. 2006 wurde das Gebiet der ehemaligen Radiostation Austria zum Naturdenkmal erklärt.