Naturschutz und Stadtökologie
Schmetterlinge for Kids Die meisten Menschen mögen Schmetterlinge. Wahrscheinlich liegt es an den bunt gemusterten Flügeln und dem eleganten Flug mancher Falter. Wenn sich mehrere Schmetterlinge gleichzeitig auf blühenden Sträuchern oder bunten Blumen versammeln, kann das ein wunderschöner Anblick sein.
Aber Schmetterlinge sind nicht nur hübsch, sondern sie haben auch Aufgaben in der Natur. Sie bestäuben verschiedene Pflanzen und sind eine wichtige Nahrungsquelle für viele andere Tiere wie Vögel, Eidechsen, Frösche, Käfer, Spinnen, Ameisen, Libellen etc.
Und sie sind mit ihren vier Entwicklungsstadien vom Ei über die Raupe und Puppe zum fertigen Falter auch faszinierende Verwandlungskünstler.
Unser Schmetterlingsfilm "Lilli - Raupe.Puppe.Schmetterling" bietet dir Einblicke in des Leben der Schmetterlinge.
Schmetterlinge können auch besondere Dinge:
Wusstest du zum Beispiel, dass das Weibchen des Schlehenspinners gar keine Flügel besitzt und bis zu 3.000 Schmetterlingseier auf einmal legt?
Dass die Raupe des Wiener Nachtpfauenauges durch unermüdliches Fressen in nur sechs bis zehn Wochen das Tausendfache ihres Geburtsgewichtes erreicht, und während ihres Wachstums gleich viermal ihr Aussehen verändert?
Oder dass Schmetterlingspuppen nichts fressen, und trotzdem bis zum Schlüpfen des Falters mehrere Jahre überleben können?
Dass das Männchen des Wiener Nachtpfauenauges mit seinen empfindlichen Fühlern über eine Entfernung von mehr als 2 km ein Weibchen riechen und aufspüren kann?
Eigentlich brauchen diese faszinierenden, bunten Wesen gar nicht viel zum Leben.
Viele Raupen ernähren sich von ein bis zehn verschiedenen Futterpflanzen, auf die das Schmetterlingsweibchen ganz gezielt seine Eier ablegt. Ohne Blätter von einer dieser speziellen Futterpflanze kann eine Raupe nicht überleben. Wenn man in der freien Natur eine Raupe findet, sollte man sie deshalb nicht von der Pflanze entfernen, auf der sie sitzt. Lässt man sie nämlich irgendwo in der Wiese frei, findet sie wahrscheinlich nicht zurück und muss verhungern. Nur wenige Raupen können sich von sehr vielen verschiedenen Pflanzen ernähren. Die Raupe vom Schwammspinner wurde zum Beispiel schon auf 600 verschiedenen Pflanzen gefunden und entwickelt sich in warmen Sommern sogar zum Schädling auf verschiedenen Laubbäumen.
Die geschlüpften Falter brauchen vor allem einheimische Blumen als Nektarquelle. Auch Zinnien, Studentenblumen, Kugeldisteln, Salweiden, Liguster, Efeu und Schmetterlingsstrauch eignen sich als Nektarquellen.
Manche Falter saugen auch gerne den Saft von reifen Früchten, und einige saugen sogar an Kot oder toten Tieren.
In Wien leben knapp 100 verschiedene Tagfalterarten.
Wenn du Schmetterlinge in Wien beobachten willst, empfehlen wir dir folgende Plätze:
In der freien Natur (dazu solltest du dir einen sonnigen, warmen Tag zwischen Mai und August auswählen):
Schmetterlingslehrpfad am Cobenzl
Steinhofgründe
Himmelhofwiese, Zugang vis a vis Himmelhofgasse 38, 1130 Wien
Salzwiese, am Rande der Salzwiesengasse, 1140 Wien
Heuberggstätten an der Heuberggstättenstraße, 1100 Wien
Schmetterlingswiese im Wiener Donaupark
Bei schlechtem Wetter:
Schmetterlingshaus im Burggarten
Schmetterlingsgarten in den "Blumengärten Hirschstetten"
Aquarien- und Terrarienhaus in Schönbrunn
© Foto: J. Marion, WUA