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Stadtplanung und Verkehr

Wien wird wachsen! Im Jahre 2030 werden geschätzte 2 Millionen Menschen in unserer Stadt leben, die natürlich alle ein adäquates Umfeld zum Leben vorfinden sollten: Wohnraum, soziale Infrastruktur, Nahversorgung, Arbeitsplätze, Anschluss an öffentliche Verkehrsmittel und eine ausreichende Versorgung mit Grünflächen. In diesem Spannungsfeld gilt es einen Mittelweg zu finden, der es ermöglicht, sowohl den hohen Ansprüchen der Menschen gerecht zu werden, als auch die immer geringer werdenden Naturräume der Stadt zu schützen und gegebenenfalls auszuweiten.

In diesem Sinne versucht die Wiener Umweltanwaltschaft im Bereich der Stadtplanung, aber auch in der Verkehrsplanung ihren Positionen Gehör zu verschaffen und die Zerstörung von Naturräumen zu verhindern und ein Bewusstsein für die Gefährdung des Lebensraumes für den Menschen und auch des Menschen selbst zu schaffen.

Ziel ist bei der Planung, Grundlagen für eine ressourcenschonende Stadtentwicklung zu schaffen. Neben den großen städtebaulichen Projekten gilt es auch kleinräumige Freiflächen vor Verbauung/Versiegelung zu schützen, wie zum Beispiel im dicht bebauten Stadtgebiet Innenhöfe, Parks bis hin zu einzelnen Bäumen. Auch die Vernetzung von Grünräumen einerseits aus Naturschutzgründen (Biotopverbund), andererseits um die fuß- und radläufige Erschließung zu ermöglichen, ist ein Hauptziel. Diese Ziele werden sowohl bei der kleinräumigen Planung (Flächenwidmung) als auch bei der Erstellung von übergeordneten Konzepten, Plänen und Programmen von der WUA eingebracht (Siedlungspolitisches Konzept Ostregion 1994, Grüngürtel Wien 1995, Klimaschutzprogramm, Strategieplan für Wien 2000, Masterplan Verkehr Wien 2003, Stadtentwicklungsplan 05).