Die WUA stellt sich vor

Newsflash

Der Tätigkeitsbericht der WUA für die Jahre 2014 und 2015 steht zum Download bereit. Es freut uns besonders, dass der Tätigkeitsbericht 2014/2015 und somit die Arbeit der WUA bei der Präsentation im Wiener Landtag große Zustimmung fanden und von den Landtagsabgeordneten einstimmig zur Kenntnis genommen wurde.
Reportage über die WUA inwien.at

Umwelttipp der Woche

Engergie-Pickerl für Ihre Elektrogeräte

Machen Sie es wie der Magistrat: Achten Sie beim Kauf von Haushaltgeräten immer auch auf das „Energie-Pickerl“ und kaufen Sie möglichst nur Geräte mit A+++. Das spart viel Strom und Geld. Die jeweils sparsamsten Haushaltgeräte finden Sie unter: www.topprodukte.at

Die Wiener Umweltanwaltschaft orientiert sich in ihrer Arbeit im Bereich des Verkehrs vor allem am Masterplan Verkehr Wien 2003. Der Masterplan Verkehr Wien 2003 legt für die speziellen Verkehrsbedürfnisse Wiens (TEN-Knoten, Technologiemetropole, Wirtschaftsstandort, ...) Strategien und Maßnahmen fest. Die angestrebte Erhöhung des Anteils des Öffentlichen Verkehrs, des Fußgänger- und Radverkehrs bedeutet, dass die Um- und Ausbaumaßnahmen in den nächsten Jahren vorrangig in diese Richtung geplant und investiert werden müssen. Die Entwicklung des hochrangigen Straßennetzes (MIV) muss auf Grundlage klarer Kriterien und als Teil von integrierten Gesamtpaketen erfolgen. Die stadtverträgliche Abwicklung von Verkehr ist ohne technische Verbesserungen an den Fahrzeugen und ohne flankierende Schutzmaßnahmen nicht erreichbar. Die heutigen Anforderungen erfordern eine optimale Vernetzung der Verkehrsmittel, der Aktivitäten einzelner Verkehrsträger sowie der einzelnen Angebote zu einer hohen Bedienungsqualität in der gesamten Stadtregion.

Laut einer ÖAMTC-Studie sind die Prognosen für die Mobilität Europas bis ins Jahr 2030 dramatisch:

  • der Treibstoff wird teurer
  • zwei Drittel mehr LKWs
  • Zunahme des Gütertransports auf der Straße um 65 %
  • Zunahme der Pkw-Zulassungen um 40 %
  • die damit gefahrenen Kilometer werden um 50 % steigen
  • das hochrangige Straßennetz wird dagegen nur um 30 % länger
  • das Schienennetz wird nur um 20 % verlängert
Laut einer Prognose werden bis zum Jahre 2030 ca. 2 Millionen Menschen in Wien leben, was zusätzlich zum erhöhten Baudruck auch eine brisante Belastung der Verkehrssituation mit sich bringen wird, die nur durch Ausbau des öffentlichen Verkehrs zu bewältigen ist. Unter Bedachtnahme auf diese Trends und die Vorgaben des Masterplan Verkehr Wien 2003 setzt sich die Wiener Umweltanwaltschaft für mehr Kostentransparenz, die Förderung des {glossarbot=disable}Rad {glossarbot=enable}- und Fußgängerverkehrs, des Öffentlichen Verkehrs sowie eine nachhaltige Verkehrserziehung ein. Maßnahmen, die einer Steigerung der Energie-Effizienz der Fahrzeuge dienlich sind, sollen ebenfalls forciert werden.

 

Öffentlicher Verkehr

Die Attraktivität des Öffentlichen Verkehrs ist unterschiedlich zu bewerten. Im dichtbebauten Stadtgebiet mit der Vorrangstellung des ÖV und entlang der U-Bahnachse, wird das Angebot laufend attraktiver. Bei den Linienverlängerungen und Netzerweiterungen haben jene Streckenabschnitte Priorität, die ein ausreichendes Potential zur weiteren Stadtentwicklung erkennen lassen oder wesentlich zur Modal-Split-Verbesserung beitragen. Vorrang muss für Straßenbahnen und Busse auf der gesamten Linienlänge gegeben sein.

 

Zu Fuß gehen

Jeder Weg – ob mit dem {glossarbot=disable}Rad{glossarbot=enable}, dem Auto oder einem öffentlichen Verkehrsmittel – beginnt und endet mit einem Fußweg. Ziel ist ein durchgängiges und zusammenhängendes Fußwegenetz, wobei im bebauten Stadtgebiet der Schwerpunkt auf einem Lückenschluss liegt und der Möglichkeit des barrierefreien Überwindens von Niveauunterschieden.

 

Radfahren

Der Anteil der Radfahrer am Gesamtverkehrsaufkommen in Wien schwankt in den letzten Jahren zwischen 3 und 4,5 %. Das Fahrrad entwickelt sich aber immer mehr vom Freizeit- und Sportgerät hin zum Verkehrsmittel für den Alltag. Daher soll eine flächige Erschließung des Radverkehrs nach dem Mischprinzip erfolgen. Das Öffnen der Einbahnen für den Radverkehr soll die Bedingungen für das Radfahren zusätzlich unterstützen.

 

Durch intermodale Mobilität und innovative Mobilitätskonzepte wird öffentlicher Raum genutzt. Die Wechselwirkung zwischen den politischen Zielen der Stadt Wien für die Rückgewinnung des öffentlichen Raumes und den Nutzungsansprüchen für diese neuen Mobilitätsdienstleistungen werden in der Studie IKARUS beleuchtet.

Im Auftrag der WUA hat das Institut für Verkehrswissenschaften an der Technischen Universität Wien eine Studie zum Thema „Die Förderung des Zu Fuß Gehens als wesentliches Element einer zukunftsfähigen Umwelt- und Verkehrspolitik für die Stadt Wien (ZEUS)“ erstellt.

AGORA steht für "Mobilitätsbedürfnisse einer Alternden Gesellschaft - Optimierung des ÖPNV-Angebots in Wiener Randlagen mittels Alternativer Bedienformen". Die Studie wurde von der TU Wien im Auftrag der WUA erarbeitet. Sie beleuchtet einerseits die Problematik der immer älter werdenden Bevölkerung und den damit steigenden Bedarf an einer dichten Versorgung mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Andererseits wird die nicht so optimale Versorgung mit öffentlichen Verkehrsmitteln - vor allem in den Stadtrandlagen - skizziert.

Mit großem medialen Echo ist die Studie „Auswirkungen auf die Straßenverkehrsemissionen durch die Reduktion der höchstzulässigen Geschwindigkeit von 50 auf 30 km/h“ (B. Geringer, R. Rosenitsch; 2014) veröffentlicht worden. Die Verfasser sind Wissenschaftler am Institut für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik der Technischen Universität Wien. Beauftragt haben die Studie der Arbeitskreis der Automobilimporteure, das Bundesgremium Fahrzeughandel und der Österreichische Verein für Kraftfahrzeugtechnik (ÖKV).  

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