Umwelt und Gesundheit
Mobilfunk
Landesumweltanwaltschaften: Aktuelle Studien zum Thema Mobilfunk (02/2007) Am 13. Februar 2007 haben Vertreterinnen und Vertreter der Landesumweltanwaltschaften Österreichs und der Umweltmediziner DI Dr. med. Hans-Peter Hutter im Rahmen einer Medienkonferenz aktuelle Studien und Positionspapiere zum Thema Mobilfunk präsentiert. Die Studien belegen klar die biologische Wirkung durch elektromagnetische Felder des Mobilfunks auf den Menschen auch unterhalb der derzeitigen EU-Richtwerte. Eine umfassende gesundheitliche Bewertung dieser biologischen Effekte steht auf Grund des derzeit noch fehlenden Verständnisses der Wirkungsmechanismen allerdings aus.
Untersuchungen zu Exposition durch Mobiltelefone weisen auf ein erhöhtes Risiko von bestimmten Hirntumoren hin. Diese Daten können zwar nicht auf die Strahlungssituation rund um Mobilfunkbasisstationen übertragen werden, da deren Immissionen meistens wesentlich niedriger, aber dafür andauernd und langfristig sind. Es liegen jedoch auch hier Hinweise für Zusammenhänge zwischen der Exposition in der Nähe von Basisstationen und Befindlichkeitsbeeinträchtigungen wie Kopfschmerzen oder Müdigkeit vor. "Von einer Entwarnung hinsichtlich möglicher Gefahren durch den Mobilfunk ist man daher weiter entfernt als je zuvor", ist DI Dr. med. Hans-Peter Hutter überzeugt.
"Auf Grund dieser äußerst unbefriedigenden Situation sind die Umweltanwaltschaften der Ansicht, dass das Vorsorgeprinzip beim weiteren Ausbau des Mobilfunknetzes unbedingt beachtet werden muss", schließt die Wiener Umweltanwältin Dr. Andrea Schnattinger an.
Die Österreichischen Umweltanwaltschaften erheben daher auf Basis eines Gutachtens von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Umwelthygiene der Medizinischen Universität Wien und einer Empfehlung des obersten Sanitätsrats die Forderung nach einer gesetzlichen Regelung nach dem Vorsorgeprinzip. Ziel ist, die Exposition für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten.
Positionspapier der UmweltanwältInnen Österreichs (161 KB-PDF)