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Wiener Öko-Beschaffung in Japan präsentiert (10/2004)

Archivmeldung der Rathauskorrespondenz vom 22.10.2004

Utl.: Internationale Beachtung im japanischen Sendai

Wien (RK). Über tausend TeilnehmerInnen aus den Bereichen Verwaltung, Industrie, Politik und Non Government Organisations (NGO's) reisten aus fast vierzig Ländern nach Sendai in Japan an, um ein internationales Netzwerk zur globalen Zusammenarbeit für eine umweltfreundliche Beschaffung (=Einkauf) zu gründen. Darunter die stellvertretende Projektleiterin von "ÖkoKauf Wien", DI Eva Persy von der Wiener Umweltanwaltschaft (WUA). Da die Stadt Wien mit ihrem Großprojekt "ÖkoKauf Wien" eine Vorreiterrolle in der umweltfreundlichen Beschaffung einnimmt, wurde sie eingeladen, das Wiener Projekt bei dieser ersten internationalen Öko-Beschaffungs- Konferenz vorzustellen. Unter dem Titel "Greening the global market through networking green purchasing initiatives" wurden vom 6.-7. Oktober 2004 in Sendai Best-practice-Beispiele vorgestellt, zu den neuesten Entwicklungen im ökologischen Beschaffungswesen Erfahrungen ausgetauscht und Probleme diskutiert. Zum Abschluss wurde eine Deklaration verfasst und bei einer Pressekonferenz verlautbart.

Zwtl.: "ÖkoKauf Wien" als Best-practice-Beispiel

Das Projekt "ÖkoKauf Wien" - 1999 als Teil des Klimaschutzprogrammes der Stadt Wien gestartet um den Einkauf von Produkten und Dienstleistungen stärker nach ökologischen Gesichtspunkten zu orientieren - fand bei den teilnehmenden ExpertInnen besondere Beachtung. Besonders die Tatsache, dass mit "ÖkoKauf Wien" fast alle von der Stadt angekauften Waren und Dienstleistungen erfasst werden, faszinierte die TeilnehmerInnen. Große Anerkennung gab es außerdem für die im Zuge der Projektes geleistete Öffentlichkeitsarbeit - vor allem für die zu ausgewählten Themen produzierten Filme, Broschüren, Folder, Plakate und Arbeitsmaterialien für Kindergärten und Schulen.

Mit der Konferenz in Sendai und der "Greenweek 2004" in Brüssel wurde "ÖkoKauf Wien" heuer bereits zwei Mal im Rahmen einer internationalen Großveranstaltung präsentiert. Als Folge dieser und der im Vorjahr geleisteten Aktivitäten gibt es für die erfolgreiche Arbeit des Projektes "ÖkoKauf Wien" internationale Anerkennung von verschiedensten Seiten. So gab die EU den Auftrag für die Erstellung eines Filmes über "ÖkoKauf Wien" als beispielgebend für ganz Europa auf dem Gebiet der ökologischen Beschaffung. Dieser wurde u.a. auch über den TV-Sender "Euro News" europaweit in sieben Sprachen ausgestrahlt. In dem Film wird festgestellt, dass Wien der Spitzenreiter im europäischen Vergleich ist und die scheidende EU-Umweltkommissarin Margot Wallström meint dazu: "Und es gibt wirklich nichts, was die Mitgliedstaaten daran hindert, es den Wienern gleichzutun." (Schluss) ma