Newsflash

Bunte Wiesenbewohner - Tierportraits 
Als Ergänzung zum Schmetterlingsprojekt Vanessa hat die WUA mit "die umweltberatung" kindgerecht gestaltete Tierportraits für den Schulunterricht erarbeitet. Sie erzählen spannende Details von Tieren, die großteils auf der Schmetterlingswiese beobachtet werden können, und helfen somit, das Wissen über einen Ausschnitt unserer heimischen Tierwelt zu vertiefen und zu festigen. Zum Download der Tierportraits

Umwelttipp der Woche

So wird das Weihnachtsfest zum Geschenk für die Umwelt
Am 25.12. sind sämtliche Mistkübel in Wien übervoll. Helfen Sie mit diesen Müllberg zu minimieren und verwenden Sie gebrauchte Verpackungen. Noch besser: Die Verpackung wird zum Geschenk (Seidenschal, Handtuch, …). Beim Aufputzen des Weihnachtsbaumes verzichten Sie der Umwelt zu Liebe auf Lametta und Schnee- oder Glitzersprays.

Die Kompetenz zur Schaffung von umweltrelevanten Normen kommt in Österreich dem Bund und den einzelnen Ländern zu. Auch wenn die Kompetenzverteilung zu Gunsten des Bundes gestaltet ist, z. B. UVP-G 2000 (329 KB-PDF) , AWG etc., gibt es eine Vielzahl von umweltbezogenen Landeskompetenzen, wie etwa den Naturschutz oder das Baurecht. Dies hat zur Folge, dass sich der Bereich der rechtlichen Regelungen, die man mit dem Begriff „Umweltrecht“ beschreiben kann, als äußerst inhomogen und zerklüftet darstellt.

 

Die WUA hat sich zur Intelligenten Messgeräte-Anforderungs-Verordnung 2011 in einigen Punkten kritisch geäußert. Diese Verordnung regelt die zukünftige Einrichtung intelligenter Messgeräte für den Stromverbrauch (Smart Meter) in den Privathaushalten. Einer unserer Kritikpunkte betrifft die Datenübertragung dieser Messgeräte, die aus Sicht der WUA ausschließlich leitungsgebunden erfolgen soll. Eine funkbasierte Ansteuerung von Energiezählern ist auf Grund der damit zusätzlich verbundenen Quelle für elektromagnetische Felder im Wohnbereich dezidiert abzulehnen.

Der Erstentwurf des Ökostromgesetzes vom April 2011 wurde von den Interessensvertretungen der Windkraft- und Photovoltaikbetreiber und von den Umwelt-NGOs in der Luft zerrissen, worauf das für den Entwurf zuständige Wirtschaftsministerium noch einwenig nachgebessert hat. Dieser neue Entwurf wurde schließlich im Juli 2011 mit einer Zweidrittel-Mehrheit im Nationalrat beschlossen. Das Gesetz könnte im Idealfall am 1. Jänner 2012 in Kraft treten.

Die Novelle zum Immissionsschutzgesetz Luft (IG-L) bietet neue Möglichkeiten im Kampf gegen Feinstaub und Stickoxide. Insbesondere wird es möglich sein, sogenannte Umweltzonen einzuführen. Geplant ist eine Kennzeichnung der Kraftfahrzeuge nach Euro-Abgasklassen. Diese Kennzeichnung soll bei Neufahrzeugen vom Hersteller und bei Fahrzeugen, die bereits in Verkehr sind, von einer Prüfstelle, ähnlich der Begutachtungsplaketten („Pickerl“), angebracht werden. Es obliegt den Landeshauptleuten Umweltzonen festzulegen, in denen die Einfahrt nur für bestimmte Euro-Abgasklassen erlaubt ist.

Der vom Lebensministerium ausgearbeitete Entwurf zur Novellierung des Abfallwirtschaftsgesetzes 2002 (AWG-Novelle 2010) dient vor allem der Umsetzung der EU-Abfallrahmenrichtlinie. Nach der von der Richtlinie vorgegebenen Abfallhierarchie ist der Abfallvermeidung ein Vorrang einzuräumen. Die Mitgliedstaaten müssen daher bis spätestens 2013 Abfallvermeidungsprogramme erstellen.

Eine wichtige und effektive Maßnahme der Abfallvermeidung ist die Förderung der Mehrweggetränkeverpackungen. Im Bundesabfallwirtschaftsplan 2006 wurde bereits ein „Maßnahmenbündel Mehrwegverpackungen“ beschlossen – allerdings ohne Erfolg. Die letzten Erhebungen zeigen, dass der Mehrweganteil insgesamt von 50 % auf 20 %, bei Mineralwasser noch dramatischer von 90 % auf 15 % gesunken ist.

Die Umweltanwaltschaften der Österreichischen Bundesländer haben daher in ihrer gemeinsamen Stellungnahme verbindliche gesetzliche Ziele für Mehrwegquoten im AWG eingefordert. Das Nichteinhalten dieser Ziele muss dementsprechend sanktioniert werden. 

Mehr Informationen:

Stellungnahme der Österreichischen Umweltanwaltschaften zur AWG-Novelle 2010 (92-KB-PDF)

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