Die WUA stellt sich vor

Newsflash

Gstett’nführer online
Das Sonnenlicht in den verfärbten Blättern macht die Gstett’n auch im Herbst zu einem lohnenden Ziel. Zusätzlich sind Vögel in den kahlen Zweigen besonders gut zu beobachten. Malerische Stadtwildnisflächen sind im beliebten Gstett’nführer der WUA zu finden, der jetzt auch als Download zur Verfügung steht.

Umwelttipp der Woche

WENIGER Fleisch bringt´s

1 Kilo Rindsschnitzel hinterlässt den gleichen ökologischen Fußabdruck wie rund 50 Kilo Kartoffeln, 8 Minuten im Flugzeug, 200 km im Mittelklasse Auto, 2.000 km mit der Bahn, 45 Tage PC-Nutzung, 15 Monate PC-Nutzung mit Ökostrom (Quelle: Wolfgang Pekny) Fazit: Wer Umwelt (und Tiere) schonen will, der kann mit WENIGER Fleischkonsum sehr VIEL erreichen!

In Paks gibt es Ungarns einziges KKW, das aus 4 Reaktoren des sowjetischen Typs WWER 440/213 besteht. Zur Zeit werden an diesem Standort über 40 Prozent der in Ungarn produzierten Elektrizität konzentriert erzeugt. Das seit fast 30 Jahren in Betrieb stehende Kraftwerk hat bereits eine schwere Störung hinter sich und soll nun erweitert werden.

Die Wiener Umweltanwaltschaft als Atomschutzbeauftragte der Stadt Wien beteiligt sich am Scooping-Verfahren zur anlaufenden grenzüberschreitenden UVP.   

Nach dem Willen der ungarischen Politik soll die Kapazität am Standort an der Donau verdoppelt werden. Alleine schon diese Konzentration vom Großteil der Stromversorgung eines Landes an einem Standort ist, was die Versorgungssicherheit betrifft, äußerst problematisch und kurzsichtig. Weitere Probleme ergeben sich auf den ersten Blick auch aus der übermäßigen Beanspruchung der Donau als letzte Wärmsenke des KKWs. Die WUA hat sich auf Grund der Nähe des geplanten KKWs und der damit einhergehenden potentiellen Gefahr für Wien, der Unvollständigkeit der vorliegenden Sooping-Dokumente und ihrem Auftrag als Atomschutzbeauftragte entsprechend dazu entschieden, eine gemeinsame Stellungnahme mit dem Bund und den Bundesländern Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark und Burgenland in Auftrag zu geben.

Die nukleare Renaissance?

KKW können nicht wirtschaftlich errichtet und betrieben werden. Seit das nicht nur KKW-kritische Stimmen meinen, sondern große KKW-Betreiber und -Errichter um Fördergelder, etwa in Großbritannien, einreichen ist es auch als allgemeiner Konsens zu betrachten. Erneuerbare Energieträger sind auch noch nicht wirtschaftlich gegenüber etwa Braunkohlekraftwerken - was den Wunsch nach einem funktionierenden CO2-Zertifikate-Handel nahelegt. Die Betonung liegt aber auf noch, denn die erneuerbaren Energieträger werden von Jahr zu Jahr deutlich billiger. Nicht so die Kernenergie, hier steigen die Preise kontinuierlich. Zu einem großen Teil dadurch, weil auch die ganz großen KKW-Enthusiasten nach jedem GAU kurz innehalten und erkennen, dass die absolut sichern KKW vielleicht doch die eine oder andere sicherheitstechnische Verbesserung vertragen könnten.

Wenn KKW schon unwirtschaftlich, gefährlich und einer Energiewende hinderlich sind, kann man offensichtlich durch geschicktes Lobbying und mit Hilfe des Mythos von der günstigen CO2-Bilanz der Kernenergie doch noch erreichen, dass sich die EU-Kommission ganz offiziell für die Legalisierung von staatlichen Beihilfen für Strom aus KKW einsetzt.

Mehr Informationen:

KKW PAKS II, Fachstellungnahme zum Entwurf einer Umweltverträglichkeitserklärung (UVP-Scoping-Dokument) im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung, 2013 (670-KB-PDF)
EU-Kommission zur Energieförderung (englisch)

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