Die WUA stellt sich vor

Newsflash

Die Einspruchsfrist zu neuen Reaktoren in Dukovany läuft noch bis 15.01.2018. Das tschechische Atomkraftwerk ist nur etwa 30 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt und soll um zwei Reaktoren erweitert werden. Die Wiener Atomschutzbeauftragte stellt für alle Bürgerinnen und Bürger eine Musterstellungnahme zur Verfügung.

Umwelttipp der Woche

Frohe Weihnachten!

Die Wiener Umweltanwaltschaft wünscht allen Leserinnen und Lesern ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2018! Wir freuen uns, Sie auch im nächsten Jahr wieder regelmäßig auf unserer Homepage begrüßen zu dürfen.

Die neueste Publikation der WUA im Anti-Atom-Bereich behandelt die Gesundheitseffekte radioaktiver Strahlung und ihre Berücksichtigung im Strahlenschutz. Die von Gabriele Mraz und Oda Becker (Österreichisches Ökologieinstitut) verfasste Studie beschäftigt sich an Hand der aktuell zur Verfügung stehenden Literatur mit den negativen Effekten radioaktiver Strahlung auf den menschlichen Körper.

Aktuelle Normen im Strahlenschutz stützen sich zu einem wesentlichen Teil auf Erkenntnisse aus den Folgen der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. Neben diesen Schlüssen aus zwei Ereignissen, die vor allem zu einer kurzen aber massiven Strahlenbelastung geführt haben, gibt es heute zahlreiche Arbeiten über die Langzeitexposition gegenüber relativ niedrigen Dosen. Diese neuen Erkenntnisse flossen, wie die beiden Autorinnen ausführlich darlegen, bisher nur unzureichend in die moderne Normensetzung im Bereich des Strahlenschutzes ein.

Die vorliegende Studie soll einen Überblick über den aktuellen Erkenntnisstand im Bereich der Auswirkungen radioaktiver Strahlung auf den menschlichen Körper geben und diese den aktuell verwendeten Dosen im Strahlenschutz gegenüberstellen. Wo akzeptable Dosen im Strahlenschutz liegen sollen, bedarf einer weitreichenden und offenen Diskussion auf Grundlage von aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Klar ist, dass es eine untere Grenze für die negativen Effekte von radioaktiver Strahlung nicht gibt.

Mehr Informationen:

Studie "Health effects of ionising radiation and their consideration in Radiation protection", Österreichisches Ökologieinstitut im Auftrag der WUA (2,4-MB-PDF) (in englischer Sprache)

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