Die WUA stellt sich vor

Newsflash

KKW Paks: Nichtigkeitsklage gegen Kommissionsentscheid angekündigt
Das Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus kündigt eine Klage gegen die Beihilfen für das KKW Paks 2 an. Österreich setzt damit seine Politik gegen Subventionen für Atomkraftwerke konsequent fort.

Umwelttipp der Woche

Fliegst du fort, dann bleib lange dort 
Ins Flugzeug zu steigen, ist die umweltbelastendste Form der Fortbewegung. Ein Flug auf die Malediven bedeutet 3 Tonnen CO2-Emissionen, wobei der/die durchschnittliche Österreicher/in 10 Tonnen CO2 im ganzen Jahr emittiert. Wenn man also weg fliegt, dann sollte man dies zumindest nicht für einen Wochenendtrip tun, sondern sich dann auch Zeit nehmen, das Land kennenzulernen, das man bereist. 

Rund 250 Kilometer in südöstlicher Richtung und rund 400 Flusskilometer stromabwärts von Wien liegt das einzige ungarische Kernkraftwerk Paks. Zur Zeit läuft die UVP für die Errichtung von zwei neuen Reaktoren am Standort. Bei den neuen Reaktoren soll es sich um Reaktoren des Typs AES 2006 (WWER-1200) in der Variante des St. Petersburger Planungsbüros von Rosatom handeln. Diese Reaktoren stellen eine Weiterentwicklung der sowjetischen Druckwasserreaktorbaulinie WWER dar. Die neuen Reaktoren verfügen über eine elektrische Leistung von jeweils 1,2 GW.

Im KKW Paks sind vier Reaktoren des sowjetischen Typs WWER 440-213 in Betrieb. Die Reaktoren wurden zwischen 1983 und 1987 in Betrieb genommen. Die Reaktoren haben nach Leistungserhöhungen nun eine elektrische Leistung von je rund 0,5 GW. Nach einer bewilligten Laufzeitverlängerung über die ursprünglich geplanten 30 Jahre Betriebszeit soll der letzte Reaktor vorläufig im Jahr 2032 abgeschaltet werden. Derzeit sind rund 40 % der Stromerzeugungskapazitäten Ungarns in Paks konzentriert.

Die WUA hat gemeinsam mit allen Österreichischen Umwelt- und Naturschutzanwaltschaften eine Stellungnahme zum Projekt der neuen Reaktoren in Paks verfasst, in welcher auch auf die speziell negativen Auswirkungen des Projektes auf Fauna und Flora eingegangen wird. Ebenso hat die WUA als Atomschutzbeauftragte der Stadt Wien gemeinsam mit den jeweils zuständigen Abteilungen in den Bundesländern Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg eine Fachstellungnahme zum UVP-Verfahren abgegeben.

Mehr Informationen:

Stellungnahme aller Umwelt- und Naturschutzanwaltschaften Österreichs (200-KB-PDF)

Stellungnahme der Atomschutzbauftragten für die Bundesländer Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien (330-KB-PDF)

KKW Paks - Detailbeschreibung der WUA

TPL_WUA_ADDITIONAL_INFORMATION