Wilfried Doppler, Wiener Umweltanwaltschaft

Als Ausgleich zum Homeoffice spaziere ich mit meiner Frau mehrmals die Woche an der Neuen Donau von der Steinspornbrücke bis zur Walulisobrücke. Das klingt nicht sonderlich aufregend, aber viele Wienerinnen und Wiener nutzen die Strecke, um sich die Beine zu vertreten. Wir genießen die unterschiedlichen Stimmungen am Wasser, egal ob es sonnig und windstill oder bewölkt und windig ist. Das Gefühl der Weite und die Wellen heben immer die Stimmung, was nicht nur im Lockdown erbaulich ist.

Besondere Freude haben wir mit den Vögeln am Wasser, wobei der eher selten zu beobachtende Eisvogel unser Liebling ist. Wir kennen seinen „Stammbaum“ am Ufer und nähern uns vorsichtig. Wenn er gut aufgelegt ist, lässt er uns bis auf ein paar Meter herankommen. Aufregung gibt es oft unter den Wintergästen, vor allem wenn die Möven versuchen, den Gänsesägern die Fische abzujagen. Auch die Tafelenten werden von den „Mundräubern“ belagert, vor den Kormoranen haben sie etwas mehr Respekt. Am besten lässt sich das Schauspiel natürlich mit einem Feldstecher beobachten.

In den letzten kalten Tagen sind am Ufer fantastische Eisskulpturen entstanden, täglich kann man neue Kreationen bewundern. Und oftmals schon hat unser kleiner Ausflug mit einem wunderschönen Sonnenuntergang geendet.

© Fotos: Vögel: Walter Domoracky, Eis: Wilfried Doppler

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