Norbert Hörmayer, Wiener Umweltanwaltschaft

Am 23. und 24. April 2026 fand die Frühjahrstagung der Landesumweltanwält*innen in Bludenz statt. Nach der Begrüßung durch Landesrat Christian Gantner begann die Tagung mit einem Vortrag zur Problematik durch die Aufforstung mit nicht-einheimischen Baumarten. In Vorarlberg ist die „Schwarznuss“ aufgrund ihres schnellen Wachstums bei Förster*innen sehr beliebt. Diese Baumart verdrängt jedoch zunehmend einheimische Bäume. Es entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über Möglichkeiten, Forstwirtschaft und Naturschutzinteressen besser in Einklang zu bringen.

Der gebrauchte Berg

Bürserberg 200Schwerpunkt des ersten Tages bildete die Mehrfachnutzung des in unmittelbarer Nachbarschaft liegenden Bürserberges. Dieser wird im Winter von Schifahrer*innen und im Sommer von Mountainbiker*innen und Wander*innen stark frequentiert. Die alten Waldbestände bieten wiederum einen idealen Lebensraum für das Auerhuhn. Große Bereiche sind daher unter Schutz gestellt. Um Hangrutschungen zu mindern, sollen die Wälder verdichtet und verjüngt werden – Maßnahmen, die sich negativ auf den Lebensraum des Auerhuhns auswirken können. Hinzu kommt die Kiesförderung am Bürserberg. Alle diese Interessenkonflikte gilt es zu beachten und tragfähige Lösungen für die unterschiedlichen Nutzungsarten zu finden.

 

Gemeinsam statt einsam

Steinkreis Bürserberg 200Am zweiten Tag wurden gemeinsame Aktivitäten und Stellungnahmen besprochen. Den traditionellen Abschluss der Veranstaltung bildeten die Berichte aus den Bundesländern mit Schwerpunkt auf den Ausbau der erneuerbaren Energieträger, insbesondere Windkraft und Photovoltaik. Die Tagung hat uns vor Augen geführt, was jede einzelne Landesumweltanwaltschaft leistet und welche großen Herausforderungen noch vor uns liegen.

 

© Fotos: Naturschutzanwaltschaft Vorarlberg 

TPL_WUA_ADDITIONAL_INFORMATION