Die WUA stellt sich vor

Newsflash

Die Wiener Umweltanwaltschaft folgt den Empfehlungen der Gesundheitsbehörden und ist bis auf Weiteres ausschließlich telefonisch unter 01/37979 und per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar!

Umwelttipp der Woche

Fairtrade Schokolade – süßer Genuss mit gutem Gewissen       
In Kakaoplantagen sind die Löhne sehr niedrig, da am globalisierten Markt wenige große Süßwaren-Konzerne die Preise drücken. In manchen Ländern haben sich sklavenähnliche Arbeitsverhältnisse gebildet und Kinderarbeit ist häufig. Die gute Nachricht: Es gibt inzwischen immer mehr Anbieter von qualitativ hochwertigster FAIRTRADE Schokolade.

In Kozloduj stehen zur Zeit vier – nach dem Beitrittsübereinkommen zur Europäischen Union von Bulgarien – stillgelegte Reaktoren des Typs WWER 440/230. Zwei Reaktoren vom Typ WWER 1000/320 sind in Betrieb. Zwei der aus Sicherheitsgründen stillgelegten Reaktoren sollen, wenn es nach dem Willen des bulgarischen Parlaments und der Regierung geht, wieder in Betrieb genommen werden. Wurde vor kurzem noch die Gaskrise, welche Bulgarien sicher härter als die Slowakei getroffen hat, als Grund vorgeschoben, ist es jetzt nach deren Ende nur noch das Hoffen auf schnelles Geld aus Stromexporten.

WWER 440/230 eine Gefahr für Europa!

Nach Meinung internationaler Experten, auch aus dem Kreis der IAEA, entspricht der WWER 440/230 weder internationalen Sicherheitsstandards noch ist er durch technische Maßnahmen oder Umbauten an diese – ökonomisch vertretbar – heranzuführen. Der Reaktortyp hat zahlreiche konstruktive Mängel. Für die Anlage in Kozloduj hat eine Mission der IAEA in den 1990-er Jahren darüber hinaus noch weitere schwerwiegende Sicherheitsmängel festgestellt. Der Standort Kozloduj ist des weiteren schwer Erdbeben gefährdet, was auch durch Beben in der jüngsten Vergangenheit dokumentiert ist. Die WWER 440/230 am Standort sind nicht in der Lage dieser Gefahr ausreichend zu widerstehen!

Standpunkt der Wiener Umweltanwaltschaft

Die Wiederaufnahme des Betriebs von Kozloduj 3 und 4 ist für die Wiener Umweltanwaltschaft inakzeptabel. Bei den Anlagen handelt es sich um völlig veraltete und auf Grund ihres Zustands zusätzlich hoch gefährliche Reaktoren. Bulgarien hat sich im Rahmen des EU-Beitritts zur Schließung der Reaktoren verpflichtet. Nach dem Ende der Gaskrise besteht kein vertretbarer Grund ein derartiges Risiko für ganz Europa wieder einzugehen. Wenn Bulgarien Geld benötigt, darf dies nicht auf Kosten der Sicherheit aller europäischen Bürger/innen geschehen. Sollte Bulgarien die Rektoren tatsächlich in Betrieb nehmen, wäre nach Ansicht der Wiener Umweltanwaltschaft – wie im Fall von Bohunice V1 – ein Vertragsverletzungsverfahren gemäß Artikel 226 EG-Vertrag unumgänglich.

Mehr Informationen:

KKW Kozloduj - Detailinformationen der WUA

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