Die WUA stellt sich vor

Newsflash

Die Wiener Umweltanwaltschaft folgt den Empfehlungen der Gesundheitsbehörden und ist bis auf Weiteres ausschließlich telefonisch unter 01/37979 und per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar!

Umwelttipp der Woche

Radfahren gesund für Körper und Umwelt 
Bei zu viel Büroarbeit reagiert der Körper mit Verspannungen. Regelmäßiges Radfahren kann schnell positive Effekte bringen: Förderung der Durch­blutung, Stärkung der Muskulatur, das Herz-Kreislaufsystem wird in Schwung gebracht, die Atmung verbessert, der Fett- und Energiestoffwechsel angeregt und das Immunsystem gestärkt. Radfahrer/innen tragen aktiv zur Lärmreduktion und zum Klimaschutz bei.

Am Vormittag des 12. Septembers 2011 ereignete sich am Gelände der Centraco (Zentrum zur Behandlung und Konditionierung von schwach radioaktiven Abfällen), in der Nähe des ehemaligen Kraftwerksstandortes Marcoule/Südfrankreich, eine Explosion. Der Unfall passierte an einem Ofen zum Einschmelzen von metallischen radioaktiven Abfällen. Die Ursache ist noch unklar. Bei dem Ereignis wurde ein Mitarbeiter der Anlage getötet, drei wurden verletzt - einer erlitt schwere Verbrennungen.

Die Situation konnte am gleichen Tag um 13 Uhr unter Kontrolle gebracht werden. Das betroffene Gebäude wurde nicht zerstört, andere Gebäude am Gelände sind nicht betroffen. Nach Angaben der französischen Atomaufsichtsbehörde (ASN)haben Messungen außerhalb des Gebäudes sowie an den drei Verletzen keine Kontamination ergeben. Die ASN hat den einberufenen Krisenstab bereits wieder aufgelöst. 

In der Vergangenheit wurde der Anlagenkomplex - einer der größten und wichtigsten für die Nuklearindustrie in Frankreich - regelmäßig von der ASN kontrolliert. Die letzte Überprüfung erfolgte am 24. April 2011. Bei dieser Inspektion wurden keine wesentlichen Mängel festgestellt.

Der Vorfall in der Verwertungsanlage für leicht radioaktiven Abfall ist nicht mit einem Unfall in einem laufenden Reaktor zu vergleichen. Weder entstehen die Abwärmemengen um einen sich selbsterhaltenden Brand zu verursachen, noch gibt es relevante Mengen an radioaktiven Inventar, das freigesetzt werden könnte. Im Prinzip haben jene Recht, die den Unfall als Industrieunfall und nicht als nuklearen Unfall bezeichnen. Es ist allerdings zu bedenken, dass sich der Unfall nicht in einer Stahlgießerei ereignet hat, sondern in einer Anlage zur Behandlung radioaktiver Abfälle. Solche Anlagen unterliegen einem wesentlich strengerem Prüfungsregime als eine beliebige Eisenhütte und bei dem Vorfall hat es die ASN für notwendig erachtet ihren lokalen Krisenstab zu aktivieren. So ist dieser Vorfall in Mitten der schönsten Tourismus- und bekanntesten Weinbauregionen Frankreichs also ein Industrieunfall, der uns daran erinnern soll, Fukushima nicht zu vergessen ohne Konsequenzen gezogen zu haben.

Solange noch Atomkraftwerke betrieben werden, ist auch eine Reaktorkatastrophe im Herzen Europas möglich!

TPL_WUA_ADDITIONAL_INFORMATION