Die WUA stellt sich vor

Newsflash

Beim 10. Wiener Nuklearsymposium am 20. September 2019 werden Fragestellungen rund um das Thema "Kernenergie im Klimawandel" behandelt.Der rasche Umstieg auf CO2-neutrale Technologien ist unbedingt notwendig, wenn die Folgen des Klimawandels noch einigermaßen überschaubar bleiben sollen. Kernenergie wird in diesem Zusammenhang oft als Teil der Lösung präsentiert. Auch wenn die Kernenergie als Industriezweig aus diesem Anlass weitere Investitionen lukrieren möchte, sind Effekte auf den Klimawandel in größeren Zusammenhängen zu hinterfragen und zu bewerten. Die Teilnahme am Nuklearsymposium ist kostenlos. Anmeldung

Umwelttipp der Woche

Ökologischer Schuleinkauf
Die Einkaufsliste für den Schulbeginn ist lang. Wählen Sie der Gesundheit, der Umwelt und auch Ihrer Geldbörse zu Liebe umweltfreundliche Produkte. Kaufen Sie beispielsweise nur unlackierte Bleistifte und Buntstifte und achten Sie auf das CE-Kennzeichen. Es garantiert die Einhaltung der Grenzwerte für Schwermetalle. Weitere Tipps 

Am Vormittag des 12. Septembers 2011 ereignete sich am Gelände der Centraco (Zentrum zur Behandlung und Konditionierung von schwach radioaktiven Abfällen), in der Nähe des ehemaligen Kraftwerksstandortes Marcoule/Südfrankreich, eine Explosion. Der Unfall passierte an einem Ofen zum Einschmelzen von metallischen radioaktiven Abfällen. Die Ursache ist noch unklar. Bei dem Ereignis wurde ein Mitarbeiter der Anlage getötet, drei wurden verletzt - einer erlitt schwere Verbrennungen.

Die Situation konnte am gleichen Tag um 13 Uhr unter Kontrolle gebracht werden. Das betroffene Gebäude wurde nicht zerstört, andere Gebäude am Gelände sind nicht betroffen. Nach Angaben der französischen Atomaufsichtsbehörde (ASN)haben Messungen außerhalb des Gebäudes sowie an den drei Verletzen keine Kontamination ergeben. Die ASN hat den einberufenen Krisenstab bereits wieder aufgelöst. 

In der Vergangenheit wurde der Anlagenkomplex - einer der größten und wichtigsten für die Nuklearindustrie in Frankreich - regelmäßig von der ASN kontrolliert. Die letzte Überprüfung erfolgte am 24. April 2011. Bei dieser Inspektion wurden keine wesentlichen Mängel festgestellt.

Der Vorfall in der Verwertungsanlage für leicht radioaktiven Abfall ist nicht mit einem Unfall in einem laufenden Reaktor zu vergleichen. Weder entstehen die Abwärmemengen um einen sich selbsterhaltenden Brand zu verursachen, noch gibt es relevante Mengen an radioaktiven Inventar, das freigesetzt werden könnte. Im Prinzip haben jene Recht, die den Unfall als Industrieunfall und nicht als nuklearen Unfall bezeichnen. Es ist allerdings zu bedenken, dass sich der Unfall nicht in einer Stahlgießerei ereignet hat, sondern in einer Anlage zur Behandlung radioaktiver Abfälle. Solche Anlagen unterliegen einem wesentlich strengerem Prüfungsregime als eine beliebige Eisenhütte und bei dem Vorfall hat es die ASN für notwendig erachtet ihren lokalen Krisenstab zu aktivieren. So ist dieser Vorfall in Mitten der schönsten Tourismus- und bekanntesten Weinbauregionen Frankreichs also ein Industrieunfall, der uns daran erinnern soll, Fukushima nicht zu vergessen ohne Konsequenzen gezogen zu haben.

Solange noch Atomkraftwerke betrieben werden, ist auch eine Reaktorkatastrophe im Herzen Europas möglich!

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