Die WUA stellt sich vor

Newsflash

Marion Jaros berichtet in unserem Blog über die Entwicklung der Schmetterlingswiese im Donaupark. Durch 15 Jahre sanfte und ökologische Pflege mit einer einjährigen Mahd und vielen helfenden Händen hat sich auf dem ursprünglichen Hektar Kleefeld eine bunte Blumenwiese mit fast 200 verschiedenen Pflanzenarten entwickelt. Letzte Woche haben einige Kolleg/innen aus der WUA und Verwandte einer Kollegin zusammen geholfen, um in ihrer Freizeit die vielen tausend Quadratmeter zu heuen. Zum Blog "Helfende Hände für den Naturschutz"

Umwelttipp der Woche

Versuche Efeu und Buche - statt Thuje
Nach dem Laubfall ist die beste Zeit zum Pflanzen von Bäumen und Sträuchern. Wenn auch die Thujen im Baumarkt locken, verwenden Sie heimische Gehölze für die Anlage einer Hecke. Sie schaffen Lebensraum für viele Vogelarten und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung und Steigerung der Artenvielfalt. Blüten und Fruchtschmuck werden Sie im Jahresverlauf mit ihrem Farbenspiel belohnen!

Maßnahmen auf Initiative der WUA im Rahmen der österreichischen Gesundheitsziele beschlossen
Österreich erarbeitet auf ministerieller Ebene seit einigen Jahren eine Strategie für eine gesundheitsförderliche Gesamtpolitik bis zum Jahr 2032 mit 10 einzelnen Gesundheitszielen. Die WUA arbeitete als Vertreterin aller Umweltanwaltschaften Österreichs neben vielen weiteren Stakeholdern am Gesundheitsziel 4 mit. Dieses trägt den Titel „„Natürliche Lebensgrundlagen wie Luft, Wasser und Boden sowie alle unsere Lebensräume auch für künftige Generationen nachhaltig gestalten und sichern“. Im Oktober wurde nun ein Strategiepapier mit konkreten Maßnahmen und einem Monitoring mit definierten Indikatoren vom Ministerrat beschlossen und damit verbindlich.

WUA initiiert zwei wichtige Maßnahmen

Die WUA hat sich über Jahre eine besondere Kompetenz im Bereich der Biozide aufgebaut. Die Ergebnisse zweier WUA-finanzierter Studien zu Desinfektionsmitteln im Haushalt und zum Biozideinsatz an Fassaden ermöglichten uns, auf dem aktuellen Stand des Wissens unsere Forderungen zu formulieren.

In Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt konnten wir folgendes erreichen:

  • Desinfektionsmittel für den Haushalt sollen bei ihrer Neuzulassung ab circa 2021 nur mehr in kleinen Verpackungsgrößen erlaubt sein, sodass schon am Volumen sichtbar wird, dass desinfizierende Produkte nur im Anlassfall, wie z. B. einer besonders ansteckenden Infektion, zu verwenden sind und nicht als Präventionsmaßnahme bei gesunden Menschen. Auch Infokampagnen gegen Desinfektionsmittel im Haushalt sollen durchgeführt werden.
  • Das Umweltbundesamt will sich dafür einsetzen, dass auf Fassaden die üblichen, hoch ökotoxischen Biozide nur mehr in verkapselter Form eingesetzt werden dürfen. Dadurch werden sie langsamer ausgewaschen und der Austrag pro Zeiteinheit sinkt relevant, wie Studien zeigen konnten. Dafür soll auch schon bei der Wirkstoffzulassung durch die ECHA festgeschrieben werden, dass diese Wirkstoffe prinzipiell nur mehr verkapselt auf den Markt dürfen.

Stadt Wien nun Vorreiter bei biozidfreien Fassaden

Das „Bau- und Gebäudemanagement“ der Stadt Wien nahm unsere Studie zum Anlass, um Alternativen zum Einsatz von Bioziden (zur Verhinderung des Oberflächenbewuchses durch Algen, Pilze oder Flechten) zu prüfen. Dies führte dazu, Biozidprodukte in Putzen und Fassadenfarben bei der Errichtung von stadteigenen Gebäuden künftig zu verbieten. Nur Topfkonservierer sind bei anwendungsfertigen Zubereitungen zulässig. Somit wurde die Stadt Wien hier zu einem Vorreiter, über die Maßnahmen des Gesundheitsziels 4 wird dieses Know How österreichweit verbreitet.

Ausgezeichnete Zusammenarbeit in der Arbeitsgruppe

Wir freuen uns über die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den Bundesministerien für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) und für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK) und möchten an dieser Stelle insbesondere Dr. Thomas Jakl vom BMNT als Leiter der Arbeitsgruppe zum Gesundheitsziel 4 und den engagierten KollegInnen im Umweltbundesamt unseren Dank aussprechen.

Mehr Informationen:

Beschlossenen Strategiepapier, bzw. Bericht zum Gesundheitsziel 4

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