Die WUA stellt sich vor

Newsflash

Atomlos durch die Macht – Österreichischer Film bei Uran Film Festival
Das Programm für das 11. Internationale Uran Film Festival steht fest. Vom 19. bis 29. Mai 2022 werden im Museum für Moderne Kunst von Rio de Janeiro und rund 40 Filme zu atomaren Gefahren gezeigt. Dabei ist auch der österreichische Film „Atomlos durch die Macht.“ Weltweit ist die Online-Teilnahme unter den angegebenen Links möglich. Wir sind schon sehr gespannt darauf und laden Sie/dich herzlich dazu ein!

Umwelttipp der Woche

Fliegst du fort, dann bleib lange dort 
Ins Flugzeug zu steigen, ist die umweltbelastendste Form der Fortbewegung. Ein Flug auf die Malediven bedeutet 3 Tonnen CO2-Emissionen, wobei der/die durchschnittliche Österreicher/in 10 Tonnen CO2 im ganzen Jahr emittiert. Wenn man also weg fliegt, dann sollte man dies zumindest nicht für einen Wochenendtrip tun, sondern sich dann auch Zeit nehmen, das Land kennenzulernen, das man bereist. 

Vorsicht beim Abschneiden der Wurzeln oder Äste des Nachbarbaumes

Nach der seit 1. Juli 2004 geänderten Bestimmung des § 422 Abs. 1 Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch (ABGB) kann weiterhin jeder Eigentümer die in seinen Grund eindringenden Wurzeln eines fremden Baumes oder einer anderen fremden Pflanze aus seinem Boden entfernen sowie die über seinem Luftraum hängenden Äste abschneiden oder sonst benützen. Dabei hat er aber fachgerecht vorzugehen und die Pflanze möglichst zu schonen. Bundes- und landesgesetzliche Regelungen über den Schutz von oder vor Bäumen und anderen Pflanzen, insbesondere über den Wald-, Flur-, Feld-, Ortsbild-, Natur- und Baumschutz, bleiben unberührt.

Dadurch soll insbesondere verhindert werden, dass fremde Pflanzen durch ein unsachgemäßes Abschneiden der Äste und Wurzeln unverhältnismäßig beeinträchtigt werden. Auch soll diese Verpflichtung verhindern, dass ein unsachgemäß beschnittenes Gewächs weitere Schäden anrichtet (etwa dadurch, dass ein Baum durch die teilweise Beseitigung seiner Wurzeln seine "Statik" verliert und umstürzt). Wie aus dem Gesetzestext eindeutig zu entnehmen ist, sollen die im § 422 ABGB erlaubten Eingriffe nur soweit zulässig sein, als damit nicht bestimmte, im öffentlichen Interesse liegende, Schranken überschritten werden.

Wiener Baumschutzgesetz unbedingt zu beachten

Eine öffentliche Schranke ist zum Beispiel das Wiener Baumschutzgesetz (BaumschutzG). Gemäß § 3 Abs. 1 Z 3 BaumschutzG ist es verboten, Bäume durch chemische, mechanische oder andere Einwirkungen zu beschädigen, im Wuchs zu hemmen oder zum Absterben zu bringen. Verletzungen der Bestimmung des § 3 Abs. 1 Z 3 BaumschutzG sind gemäß § 13 BaumschutzG mit einer Geldstrafe von 700 bis 42.000 Euro zu bestrafen. Sollte der durch den herabhängenden Ast beeinträchtigte Nachbar bei einer unsachgemäßen Entfernung eines Astes oder eines Teiles der Wurzeln den Baum zum Absterben bringen, macht er sich nach den Bestimmungen des § 3 Abs. 1 Z 3 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 BaumschutzG strafbar. Beim Abschneiden größerer Äste ist es daher ratsam, eine befugte Fachfirma heranzuziehen.

Kostentragung geregelt

Weiters wurde in § 422 Abs. 2 ABGB eine Kostentragungsregelung eingeführt, die auch auf die Interessen des beeinträchtigten Grundeigentümers Bedacht nimmt. Die Kosten der Beseitigung (also auch und gerade jene der Heranziehung eines Dritten) soll grundsätzlich der beeinträchtigte Nachbar tragen, dessen Interessen die Beseitigung ja vornehmlich dient. Davon soll aber abgegangen werden, wenn die eindringenden Äste oder Wurzeln Schäden angerichtet haben oder anzurichten drohen. In solchen Fällen ist es gerechtfertigt, auch den Baumeigentümer zur Hälfte mit den Kosten der Beseitigung der Wurzeln oder Äste zu belasten.

Beispiele:

  • Wurzeln eines fremden Gewächses dringen in das Erdreich ein
  • Wasser- oder Kanalleitungen werden zerstört beziehungsweise verstopft
  • Platten eines Weges werden so stark angehoben, dass es zu Schäden kommt
  • Äste eines fremden Gewächses ragen in den Luftraum und verursachen Schäden am Dach oder an der Fassade des Hauses beziehungsweise an einem geparkten PKW

In solchen und anderen vergleichbaren Konstellationen ist es angemessen, auch den Baumeigentümer zur Kostentragung heranzuziehen und die notwendigen Kosten zwischen den Beteiligten aufzuteilen.

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