Geheimnisse der Wiener Stadtnatur

Newsflash

„Wildnis (ist) Klasse“ ist ein Umweltbildungsprojekt für Wiener Volksschüler*innen der 3. und 4. Schulstufe. Im Mittelpunkt steht die Artenvielfalt des urbanen Raums, also die Natur vor der Haustüre bzw. vor dem Klassenzimmer. In etwa drei Unterrichtsstunden lernen die Kinder spielerisch die Lebensweise ausgewählter heimischer Tierarten, die im urbanen Raum vorkommen kennen und verstehen ökologische Zusammenhänge. Neue Einträge zu den Volksschulen Vereinsgasse, Irenäusgasse, Krottenbachstraße und Neustiftgasse

Umwelttipp der Woche

Sanieren Sie richtig
Vorteile der Sanierung: Weniger Energieverbrauch, Werterhaltung/Wertsteigerung, Steigerung von Wohnbehaglichkeit und Komfort, Beitrag zum Umweltschutz. Richtige Reihenfolge beim Sanieren: Oberste Geschoßdecke (mindestens 20 Zentimeter Dämmung), Fenster sanieren/tauschen, Kellerdecke dämmen (von unten – 10 Zentimeter Dämmung), Außenwände dämmen (mindestens 12 Zentimeter Dämmung), Heizanlage sanieren.

Am Vormittag des 12. Septembers 2011 ereignete sich am Gelände der Centraco (Zentrum zur Behandlung und Konditionierung von schwach radioaktiven Abfällen), in der Nähe des ehemaligen Kraftwerksstandortes Marcoule/Südfrankreich, eine Explosion. Der Unfall passierte an einem Ofen zum Einschmelzen von metallischen radioaktiven Abfällen. Die Ursache ist noch unklar. Bei dem Ereignis wurde ein Mitarbeiter der Anlage getötet, drei wurden verletzt - einer erlitt schwere Verbrennungen.

Die Situation konnte am gleichen Tag um 13 Uhr unter Kontrolle gebracht werden. Das betroffene Gebäude wurde nicht zerstört, andere Gebäude am Gelände sind nicht betroffen. Nach Angaben der französischen Atomaufsichtsbehörde (ASN)haben Messungen außerhalb des Gebäudes sowie an den drei Verletzen keine Kontamination ergeben. Die ASN hat den einberufenen Krisenstab bereits wieder aufgelöst. 

In der Vergangenheit wurde der Anlagenkomplex - einer der größten und wichtigsten für die Nuklearindustrie in Frankreich - regelmäßig von der ASN kontrolliert. Die letzte Überprüfung erfolgte am 24. April 2011. Bei dieser Inspektion wurden keine wesentlichen Mängel festgestellt.

Der Vorfall in der Verwertungsanlage für leicht radioaktiven Abfall ist nicht mit einem Unfall in einem laufenden Reaktor zu vergleichen. Weder entstehen die Abwärmemengen um einen sich selbsterhaltenden Brand zu verursachen, noch gibt es relevante Mengen an radioaktiven Inventar, das freigesetzt werden könnte. Im Prinzip haben jene Recht, die den Unfall als Industrieunfall und nicht als nuklearen Unfall bezeichnen. Es ist allerdings zu bedenken, dass sich der Unfall nicht in einer Stahlgießerei ereignet hat, sondern in einer Anlage zur Behandlung radioaktiver Abfälle. Solche Anlagen unterliegen einem wesentlich strengerem Prüfungsregime als eine beliebige Eisenhütte und bei dem Vorfall hat es die ASN für notwendig erachtet ihren lokalen Krisenstab zu aktivieren. So ist dieser Vorfall in Mitten der schönsten Tourismus- und bekanntesten Weinbauregionen Frankreichs also ein Industrieunfall, der uns daran erinnern soll, Fukushima nicht zu vergessen ohne Konsequenzen gezogen zu haben.

Solange noch Atomkraftwerke betrieben werden, ist auch eine Reaktorkatastrophe im Herzen Europas möglich!

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