Geheimnisse der Wiener Stadtnatur

Newsflash

"Bildungstag für Naturvermittlung am 1. März 2023"
Naturvermittlung ist eine zutiefst sinnstiftende Arbeit. Sie vermag es, Kindern und Erwachsenen besondere Glücksmomente zu schenken. Im besten Fall kann sie Türöffner für neue Sichtweisen sein, aus denen Lebensstilveränderungen, eigenes Engagement und ein Gefühl der Selbstwirksamkeit und Zuversicht erwachsen. Die WUA, Ökosoziales Forum und weitere Stakeholder laden am 1. März 2023 sehr herzlich zu einer entsprechenden Veranstaltung in die Wiener Hauptbücherei am Gürtel ein. Mehr Informationen und Anmeldung

Umwelttipp der Woche

Sanieren Sie richtig
Vorteile der Sanierung: Weniger Energieverbrauch, Werterhaltung/Wertsteigerung, Steigerung von Wohnbehaglichkeit und Komfort, Beitrag zum Umweltschutz. Richtige Reihenfolge beim Sanieren: Oberste Geschoßdecke (mindestens 20 Zentimeter Dämmung), Fenster sanieren/tauschen, Kellerdecke dämmen (von unten – 10 Zentimeter Dämmung), Außenwände dämmen (mindestens 12 Zentimeter Dämmung), Heizanlage sanieren.

Die WUA als Atomschutzbeauftragte der Stadt Wien hält zum Vorhaben der Errichtung eines zusätzlichen neuen Kernkraftwerks („Block 3 und 4“) mit einer Leistung von 2000 bis zu 3400 MW am Gelände des bereits bestehenden Kernkraftwerkes Temelin generell fest, dass die Kernenergie aus ihrer Sicht grundsätzlich keine umweltverträgliche Energiequelle darstellt.

Diese Ansicht stützt sich unter anderem auf die ungünstige CO2-Bilanz der Kernenergie bei Berücksichtigung der gesamten Brennstoffkette, die weiterhin ungelöste Frage der Lagerung radioaktiver Abfälle und im Besonderen auf die nachweislich katastrophalen und langfristigen Auswirkungen schwerer Unfälle auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit.

Zusätzlich ist die Kernenergie nur unter massiven öffentlichen Subventionen eine „billige“ Energiequelle.

Öffentlichkeitsbeteiligung

Die WUA sieht die EU konforme Beteiligung der Öffentlichkeit nicht als gegeben, da es unklar ist, wie die österreichische Öffentlichkeit die Möglichkeit hat die Einhaltung der Verpflichtungen aus dem UVP-Standpunkt und die Einhaltung der in der UVP-Studie dargelegten Rahmenbedingungen für das Projekt zu verfolgen und gegebenenfalls durch Gerichte überprüfen zu lassen. (Richtlinie 85/337/EWG vom 27. Juni 1985 über die Umweltverträglichkeitsprüfung bei bestimmten öffentlichen und privaten Projekten in der gültigen Fassung)

Forderungen der WUA

Die, von der zuständigen tschechischen Behörde nach dem Scoping-Teil des UVP-Verfahrens geforderten Ergänzungen wurden de facto ignoriert und finden eine ungenügende bis nicht vorhandene Berücksichtigung in den vorliegenden Dokumenten.  

Die WUA fordert auch, dass zumindest ein Schaden - vergleichbar jenem aus schweren, auslegungsüberschreitenden Unfällen der Vergangenheit - der aus dem Betrieb von KKW in Tschechien potenziell resultiert, abgedeckt werden kann.

Auf Grund der offenen Fragen zum Projekt sowie dem vorliegenden Dokument, den angeführten Mängeln im UVP-Verfahren und der prinzipiell angeführten Vorbehalte gegenüber der Nutzung der Kernenergie, ist für die WUA als Atomschutzbeauftragte der Stadt Wien die positive Beurteilung des gegenständlichen Projekts nicht nachvollziehbar. Daher wird eine abschlägige Beurteilung des Vorhabens gefordert.

Mehr Informationen:

Stellungnahme der WUA zur UVP KKW Temelin 3 und 4  (65-KB-PDF)

TPL_WUA_ADDITIONAL_INFORMATION