Die WUA stellt sich vor

Newsflash

Die beiden traurigen Gedenktage zu 10 Jahre Fukushima (11.03.2011) und 35 Jahre Tschernobyl (26.04.1986) nimmt die WUA zum Anlass, um über einige andere – nicht so bekannte - verheerende Unfälle der Nukleargeschichte zu berichten. Geschichte der Kernspaltung - eine Geschichte der Unfälle

Umwelttipp der Woche

Soll ich Dir einheizen?
Wer beim Heizen und Lüften folgende Tipps beachtet, kann seine Heizkosten deutlich senken:
1. In der Heizperiode nur Stoßlüften: Möglichst viele Fenster für wenige Minuten ganz öffnen.
2. Räume nicht überheizen: Thermostatventile an den Heizkörper anbringen und jeweils nur Wunschtemperatur (meist zwischen „3“ und „4“ auf der Skala) einstellen.

Die WUA als Atomschutzbeauftragte der Stadt Wien hält zum Vorhaben der Errichtung eines zusätzlichen neuen Kernkraftwerks („Block 3 und 4“) mit einer Leistung von 2000 bis zu 3400 MW am Gelände des bereits bestehenden Kernkraftwerkes Temelin generell fest, dass die Kernenergie aus ihrer Sicht grundsätzlich keine umweltverträgliche Energiequelle darstellt.

Diese Ansicht stützt sich unter anderem auf die ungünstige CO2-Bilanz der Kernenergie bei Berücksichtigung der gesamten Brennstoffkette, die weiterhin ungelöste Frage der Lagerung radioaktiver Abfälle und im Besonderen auf die nachweislich katastrophalen und langfristigen Auswirkungen schwerer Unfälle auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit.

Zusätzlich ist die Kernenergie nur unter massiven öffentlichen Subventionen eine „billige“ Energiequelle.

Öffentlichkeitsbeteiligung

Die WUA sieht die EU konforme Beteiligung der Öffentlichkeit nicht als gegeben, da es unklar ist, wie die österreichische Öffentlichkeit die Möglichkeit hat die Einhaltung der Verpflichtungen aus dem UVP-Standpunkt und die Einhaltung der in der UVP-Studie dargelegten Rahmenbedingungen für das Projekt zu verfolgen und gegebenenfalls durch Gerichte überprüfen zu lassen. (Richtlinie 85/337/EWG vom 27. Juni 1985 über die Umweltverträglichkeitsprüfung bei bestimmten öffentlichen und privaten Projekten in der gültigen Fassung)

Forderungen der WUA

Die, von der zuständigen tschechischen Behörde nach dem Scoping-Teil des UVP-Verfahrens geforderten Ergänzungen wurden de facto ignoriert und finden eine ungenügende bis nicht vorhandene Berücksichtigung in den vorliegenden Dokumenten.  

Die WUA fordert auch, dass zumindest ein Schaden - vergleichbar jenem aus schweren, auslegungsüberschreitenden Unfällen der Vergangenheit - der aus dem Betrieb von KKW in Tschechien potenziell resultiert, abgedeckt werden kann.

Auf Grund der offenen Fragen zum Projekt sowie dem vorliegenden Dokument, den angeführten Mängeln im UVP-Verfahren und der prinzipiell angeführten Vorbehalte gegenüber der Nutzung der Kernenergie, ist für die WUA als Atomschutzbeauftragte der Stadt Wien die positive Beurteilung des gegenständlichen Projekts nicht nachvollziehbar. Daher wird eine abschlägige Beurteilung des Vorhabens gefordert.

Mehr Informationen:

Stellungnahme der WUA zur UVP KKW Temelin 3 und 4  (65-KB-PDF)

TPL_WUA_ADDITIONAL_INFORMATION