Die WUA stellt sich vor

Newsflash

Atomlos durch die Macht – Österreichischer Film bei Uran Film Festival
Das Programm für das 11. Internationale Uran Film Festival steht fest. Vom 19. bis 29. Mai 2022 werden im Museum für Moderne Kunst von Rio de Janeiro und rund 40 Filme zu atomaren Gefahren gezeigt. Dabei ist auch der österreichische Film „Atomlos durch die Macht.“ Weltweit ist die Online-Teilnahme unter den angegebenen Links möglich. Wir sind schon sehr gespannt darauf und laden Sie/dich herzlich dazu ein!

Umwelttipp der Woche

Fliegst du fort, dann bleib lange dort 
Ins Flugzeug zu steigen, ist die umweltbelastendste Form der Fortbewegung. Ein Flug auf die Malediven bedeutet 3 Tonnen CO2-Emissionen, wobei der/die durchschnittliche Österreicher/in 10 Tonnen CO2 im ganzen Jahr emittiert. Wenn man also weg fliegt, dann sollte man dies zumindest nicht für einen Wochenendtrip tun, sondern sich dann auch Zeit nehmen, das Land kennenzulernen, das man bereist. 

Die WUA als Atomschutzbeauftragte der Stadt Wien beteiligt sich am grenzüberschreitenden UVP-Verfahren zum geplanten neuen Reaktor am Standort Hinkley Point in Großbritannien. Die Wahrscheinlichkeit, dass Wien von einem möglichen schweren Unfall  in der geplanten Anlage betroffen ist, ist sehr gering. Das Vorhaben ist allerdings von strategischer Bedeutung für die Entwicklung der Kernenergie in Europa. Wie die WUA immer wieder betont ist die Gewinnung von Strom aus Kernenergie wirtschaftlich nicht darstellbar. Kernenergie rechnet sich nicht!

Kernenergie als Strompreistreiber

Erneuerbare Energieträger führen bereits heute dazu, dass die Preise an den Strombörsen, in Zeiten guter Erzeugungslage, gegen Null gehen. Die Kernenergie will garantierte Preise und Zahlungen auch in Zeiten, in denen das KKW gar keinen Strom produziert. Großbritannien hat sehr viele geeignete Regionen für Windenergieanlagen und Offshore-Bereiche. Diese Anlagen produzieren heute schon Strom zu wesentlich geringeren Preisen, als die Kernkraftbetreiber für die nächsten 40 Jahre als Garantie verlangen. Es werden garantierte Preise verlangt, die bei Berücksichtigung aller Forderungen über dem Dreifachen der heutigen Preise in Großbritannien liegen. Nach Ansicht der WUA stellen diese Forderungen, beziehungsweise ein mögliches Eingehen der Britischen Regierung auf diese, einen Verstoß gegen grundlegendes Recht der EU dar.

Mehr Informationen:

Stellungnahme der WUA zum UVP-Verfahren Hinkley Point C in Großbritannien (48-KB-PDF)

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