Die WUA stellt sich vor

Newsflash

Kernenergie hat keinen Platz in der Bekämpfung der Klimakrise
Immer wieder wird Kernenergie von Vertretern der Atomindustrie und von Staaten, welche diese Energieproduktion aufrecht erhalten wollen, als (unverzichtbarer Teil der) Lösung im Kampf gegen die Erderhitzung präsentiert. Befürworter der Kernenergie führen zur Unterstützung ihrer These häufig die folgenden Behauptungen an: Kernenergie sei CO2-arm, (zumindest wie erneuerbare Energieträger) sie sei billig und unverzichtbar für die Sicherheit der Energieversorgung. Mehr Informationen

Umwelttipp der Woche

Beendigung der Fütterung für Vögel  
Spätestens im März, wenn die Vögel wieder genug Futter finden, ist die Winterfütterung nicht mehr notwendig. Unterstützen Sie unsere gefiederten Freunde jetzt durch die Pflanzung von Beerensträuchern und dornenreichen Hecken, die sie vor Hauskatzen schützen. Auch künstliche Nisthilfen sind stets willkommen.

Rund 250 Kilometer in südöstlicher Richtung und rund 400 Flusskilometer stromabwärts von Wien liegt das einzige ungarische Kernkraftwerk Paks. Zur Zeit läuft die UVP für die Errichtung von zwei neuen Reaktoren am Standort. Bei den neuen Reaktoren soll es sich um Reaktoren des Typs AES 2006 (WWER-1200) in der Variante des St. Petersburger Planungsbüros von Rosatom handeln. Diese Reaktoren stellen eine Weiterentwicklung der sowjetischen Druckwasserreaktorbaulinie WWER dar. Die neuen Reaktoren verfügen über eine elektrische Leistung von jeweils 1,2 GW.

Im KKW Paks sind vier Reaktoren des sowjetischen Typs WWER 440-213 in Betrieb. Die Reaktoren wurden zwischen 1983 und 1987 in Betrieb genommen. Die Reaktoren haben nach Leistungserhöhungen nun eine elektrische Leistung von je rund 0,5 GW. Nach einer bewilligten Laufzeitverlängerung über die ursprünglich geplanten 30 Jahre Betriebszeit soll der letzte Reaktor vorläufig im Jahr 2032 abgeschaltet werden. Derzeit sind rund 40 % der Stromerzeugungskapazitäten Ungarns in Paks konzentriert.

Die WUA hat gemeinsam mit allen Österreichischen Umwelt- und Naturschutzanwaltschaften eine Stellungnahme zum Projekt der neuen Reaktoren in Paks verfasst, in welcher auch auf die speziell negativen Auswirkungen des Projektes auf Fauna und Flora eingegangen wird. Ebenso hat die WUA als Atomschutzbeauftragte der Stadt Wien gemeinsam mit den jeweils zuständigen Abteilungen in den Bundesländern Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg eine Fachstellungnahme zum UVP-Verfahren abgegeben.

Mehr Informationen:

Stellungnahme aller Umwelt- und Naturschutzanwaltschaften Österreichs (200-KB-PDF)

Stellungnahme der Atomschutzbauftragten für die Bundesländer Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien (330-KB-PDF)

KKW Paks - Detailbeschreibung der WUA

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