Die WUA stellt sich vor

Newsflash

Atomlos durch die Macht – Österreichischer Film bei Uran Film Festival
Das Programm für das 11. Internationale Uran Film Festival steht fest. Vom 19. bis 29. Mai 2022 werden im Museum für Moderne Kunst von Rio de Janeiro und rund 40 Filme zu atomaren Gefahren gezeigt. Dabei ist auch der österreichische Film „Atomlos durch die Macht.“ Weltweit ist die Online-Teilnahme unter den angegebenen Links möglich. Wir sind schon sehr gespannt darauf und laden Sie/dich herzlich dazu ein!

Umwelttipp der Woche

So wird die Anreise zum Urlaub
Fahren Sie mit dem Zug in die Ferien, so schonen Sie das Klima und ersparen sich Staus. Ist es notwendig mit dem Auto in das Urlaubsdomizil zu reisen, nehmen Sie den Autroreisezug – bequeme Anreise und ihr Auto steht Ihnen vor Ort  zur Verfügung. Oder Sie entscheiden sich für eine „entschleunigte“ Anreise – das heißt planen Sie ein bis zwei Tage mehr für die Anfahrt ein und machen Sie schon die Fahrt in den Urlaub zum Erlebnis.

Die österreichischen Umwelt- und Naturschutzanwaltschaften fordern die Bundesregierung dazu auf, gegen die Entscheidung der Kommission im Fall von Paks II Klage beim Europäischen Gerichtshof einzubringen, wie es Österreich bereits im Fall von Hinkley Point C getan hat. Briefe sind an Bundesministerin Köstinger und Bundesminister Dr. Moser aufgrund ihrer speziellen Zuständigkeit ergangen.

Durch den rasanten Siegeszug der erneuerbaren Energieträger, deren Preise kontinuierlich sinken, wird Atomenergie mit jedem Jahr noch unwirtschaftlicher. Gleichzeitig kommen jene Reaktoren, die in den 1970-er und 1980-er Jahren unter Einsatz großer staatlicher Programme errichtet wurden, trotz Laufzeitverlängerungen an das Ende ihrer Betriebsdauer. Die heute privaten Eigentümer der Anlagen sehen einerseits, dass der Neubau von Kernkraftwerken wirtschaftlich ein völlig unsinniges Unterfangen ist und andererseits, dass mit einem Ausstieg aus der Kernenergie die enorm teure Endlagerfrage nicht mehr in die Zukunft verschoben werden kann.

Als Lösung dieses Dilemmas versuchen die Betreiber wieder die Staaten – und somit die Allgemeinheit – zu einer Finanzierung des Ersatzes der alten Anlagen zu bewegen. Für ein Gefühl der nationalen Größe und eine vermeintliche Energiesicherheit sind tatsächlich europäische Staaten bereit, Modelle an den Wettbewerbsregeln der EU vorbei zu entwickeln um für den Preis der vollständigen Übernahme aller Geschäftsrisiken den Bau neuer Kernreaktoren anzustoßen. Die Europäische Kommission ist nicht abgeneigt die absonderlichsten Argumentationen zu finden um diese Finanzierungsmodelle als konform zu Europäischem Recht zu erklären. Im Fall von Hinkley Point C und Paks II ist dieser Blankoscheck der Kommission bereits ausgestellt worden. Jeder Euro für die Kernenergie verlangsamt aber die dringend notwendige Energiewende und schreibt mit großen zentralen Erzeugungseinheiten ein System fest, das mit den Anforderungen eines nachhaltigen Energiesystems kollidiert.

In Hinblick auf das Bekenntnis der Bundesregierung zu einer Fortsetzung einer starken österreichischen Antiatompolitik wäre die Klage im Beihilfenverfahren Paks II der logische nächste Schritt. Umso mehr als von der Wettbewerbsverzerrung am Strommarkt österreichische Stromerzeuger, österreichische Wirtschaftstreibende und österreichische Stromkunden betroffen wären. Nicht zuletzt bedeuten neue Reaktoren am Standort Paks auch eine fortgesetzte Bedrohung durch eine mögliche Nuklearkatastrophe. Die Zeit dazu drängt, um nicht die Frist für die Klagseinbringung ungenutzt verstreichen zu lassen!

Brief an Bundesministerin Köstinger

Brief an Bundesminister Dr. Moser

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