Die WUA stellt sich vor

Newsflash

Atomlos durch die Macht – Österreichischer Film bei Uran Film Festival
Das Programm für das 11. Internationale Uran Film Festival steht fest. Vom 19. bis 29. Mai 2022 werden im Museum für Moderne Kunst von Rio de Janeiro und rund 40 Filme zu atomaren Gefahren gezeigt. Dabei ist auch der österreichische Film „Atomlos durch die Macht.“ Weltweit ist die Online-Teilnahme unter den angegebenen Links möglich. Wir sind schon sehr gespannt darauf und laden Sie/dich herzlich dazu ein!

Umwelttipp der Woche

So wird die Anreise zum Urlaub
Fahren Sie mit dem Zug in die Ferien, so schonen Sie das Klima und ersparen sich Staus. Ist es notwendig mit dem Auto in das Urlaubsdomizil zu reisen, nehmen Sie den Autroreisezug – bequeme Anreise und ihr Auto steht Ihnen vor Ort  zur Verfügung. Oder Sie entscheiden sich für eine „entschleunigte“ Anreise – das heißt planen Sie ein bis zwei Tage mehr für die Anfahrt ein und machen Sie schon die Fahrt in den Urlaub zum Erlebnis.

Gemeinsames Forderungspapier liegt vor
Die Klimakrise und das rasante Artensterben zu stoppen sind auch in Österreich die vordringlichsten Herausforderungen unserer Gesellschaft. Einer grundlegenden Reform der Landwirtschaft kommt hier in beiden Bereichen eine zentrale Rolle zu. Über die neue Förderperiode der GAP (Gemeinsame Agrarpolitik der EU) fließen ganze 4,7 Milliarden Euro nach Österreich. Wie sie verteilt werden, hat einen hohen Einfluss darauf, ob es uns gelingt, den Besorgnis erregenden Rückgang der Biodiversität in Österreich zu stoppen und die Situation wieder zu verbessern. 

Österreich muss der EU bis Ende des Jahres den nationalen GAP-Strategieplan über die künftige Förderpolitik Österreichs vorlegen. Die Umweltanwaltschaften Österreichs haben den vorliegenden - leider noch unvollständigen - Entwurf des Landwirtschaftsministeriums geprüft und gemeinsam weitere Forderungen gestellt.

Denn eine renommierte Studie von 18 Naturschutzfachleuten zu den Herausforderungen bei ÖPUL-Naturschutzmaßnahmen mit naturschutzfachlichen Empfehlungen für künftige Fördermaßnahmen (Eichberger et al. 2019), sowie eine Studie vom Mai 2021 mehrerer einschlägiger NGO´s zeigen nur allzu deutlich, dass umfangreiche Nachbesserungen zur Zielerreichung unbedingt nötig sind.

Für den Insektenschutz besonders wichtig sind den Umweltanwält*innen attraktive Prämien für Hecken, Feldgehölze und Obstbaumbestände, sowie für Flächen, die später als üblich gemäht werden, als auch Förderungen für einmähdige Magerstandorte mit geringem Heuertrag. Außerdem die Anwendung einer naturkonformen, tierschonenden Mähtechnik, und Brache- und Wiesenrandstreifen, auch entlang von Waldrändern und Gewässern.

Für Amphibien und Reptilien braucht es mehr Prämien für wichtige Strukturen wie Steinmauern, Lesestein- und Totholzhaufen, feuchte und staunasse Mulden, sowie Vogelansitzwarten (z. B. für Braunkehlchen, Neuntöter und Greifvögel) auf Schlägen.

Auf Weideflächen sind attraktive Prämien zur Auszäunung von ökologisch bedeutenden Lebensräumen wie Mooren und Feuchtflächen notwendig, als auch eine Beschränkung der Tierzahl und Förderung spezieller Haustierrassen für den Erhalt von Mager- und Hutweiden, standortangepasste Almbewirtschaftung und Tierwohl, Festmistsysteme und Kompostierung. Für Äcker ist nicht nur der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel sowie Erosionsschutz wichtig, sondern auch die Förderung des Humusaufbaus, stickstoffbindender Pflanzen und Zwischenfruchtanbau, Humuserhalt und Bodenschutz sowie Schutz von Lerche und Kiebitz durch sog. „Kiebitz-Äcker“ und „Lerchenfenster“.

Stellungnahme der Landesumweltanwaltschaften Österreichs

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