Die WUA arbeitet seit 1999 im Rahmen des Großprojektes „ÖkoKauf Wien“ gemeinsam mit fast 200 MitarbeiterInnen aus allen Bereichen der Wiener Stadtverwaltung daran, dass Einkauf und Beschaffung im Bereich der Stadt Wien stärker nach ökologischen Kriterien erfolgen. Die WUA arbeitet in sehr vielen Teams von ÖkoKauf Wien mit und einige Arbeitsgruppen werden von der WUA geleitet:

Wiener Desinfektionsmitteldatenbank - WIDES

Die WIDES-Datenbank ist ein industrieunabhängiges Informationssystem des ökologischen Beschaffungsprogramms "ÖkoKauf Wien" der Stadt Wien. Sie erleichtert die Berücksichtigung von Wirksamkeit, Arbeits- und Umweltschutz bei der Beschaffung und sicheren Anwendung von Desinfektionsmitteln im Krankenhaus- und Pflegebereich. Die Datenbank enthält Informationen über geprüfte Wirksamkeiten sowie arbeitsschutz- und umweltschutzrelevante Eigenschaften von marktüblichen Desinfektionsmitteln und deren Inhaltsstoffen.

Arbeitsgruppe „Elektrische Büro- und Haushaltsgeräte“

Die Arbeitsgruppe hat die Aufgabe, für die gesamte Beschaffung der Wiener Stadtverwaltung gut anwendbare ökologische Kriterienkataloge für den Bereich „elektrische Büro- und Hauhaltsgeräte“ zu erstellen. So wurden unter der Leitung der WUA Kriterienkataloge für die Beschaffung von Getränkeautomaten, Wäschetrocknern, Elektroherden, Flachbildschirmen, Handys, PDAs, gewerblichen Geschirrspülern und Notebooks neu erstellt bzw. sämtliche bestehenden Kriterienkataloge aktualisiert. Insgesamt sind 13 Kriterienkataloge von ÖkoKauf Wien verfügbar und somit erlassgemäß für den gesamten Magistrat bindend.

Arbeitsgruppe „Hochbau“ - Unterarbeitsgruppe „Schulneubauten“

Diese Unterarbeitsgruppe wurde vom ÖISS – Österreichisches Institut für Schul- und Sportstättenbau geleitet und hatte zum Ziel, einen österreichweit abgestimmten Kriterienkatalog für Schulneubauten zu erstellen. Dabei wurden in einer gesamtheitlichen Zusammenschau alle in Frage kommenden Bereiche von Schulbauten berücksichtigt: Von der Auswahl des Bauplatzes über die Haustechnik der Schulbauten bis hin zur Materialauswahl für den Innenausbau.
Die Beiträge der WUA betrafen vor allem die Bereiche Energieeffizienz, Energieversorgung, Bewusstseinsbildung und Mobilität.

Arbeitsgruppe „Winterdienst“

Im Rahmen der Arbeitsgruppe Winterdienst des Projekts ÖkoKauf Wien wurde unter der Leitung der WUA eine Ist-Zustandserhebung des Winterdienstes in Wien, die Darstellung der rechtlichen Grundlagen, ein Bewertungskatalog mit Empfehlungen und ein Schneemonitoring durchgeführt. Wesentliche Ergebnisse, wie das Verbot von stickstoffhältigen Auftaumitteln flossen in die Winterdienstverordnung 2003 ein. 2004 wurde eine erste Evaluierung der neuen Auftaumittelverordnung durchgeführt. 2005 erfolgte ein Endbericht, auf dessen Grundlage ein Kriterienkatalog für die Ausschreibung von Auftaumitteln erarbeitet wurde.

Arbeitsgruppe „Löschmittel“

Im Rahmen der Beschaffung von Löschmitteln bzw. Löschanlagen im Bereich der Stadt Wien wurden immer wieder an den ÖkoKauf Wien Fragen nach geeigneten Löschmitteln, die auch ökologisch unbedenklich sind, herangetragen, zumal die gesetzliche Lage auf diesem Gebiet aus Gründen der Ozon– und Klimaproblematik immer restriktiver wurde. Im Jahr 2005 wurde die AG Löschmittel unter der Leitung der WUA eingerichtet. Ziel ist die Erarbeitung eines Kriterienkataloges zur Beurteilung von Löschmitteln nach Umweltauswirkungen - unter Berücksichtigung ihrer Wirkungsweise und der Kosten - entsprechend dem jeweiligen Einsatzgebiet.

Arbeitsgruppe „PVC“

Aus Umweltschutzgründen wird bei der Stadt Wien schon seit langer Zeit der Einsatz von PVC-hältigen Produkten vermieden. Durch die konkreten Bemühungen der PVC-Industrie ihrem Produkt das Stigma der Umweltschädigung durch technologische Verbesserungen und geplante Verwertungsmaßnahmen zu nehmen, wurde die Diskussion um den Einsatz von PVC im Bereich der Stadt Wien neu entfacht. Daher wurde im Rahmen von ÖkoKauf Wien der derzeitige Stand der Diskussionen und die getroffenen umweltverbessernden Maßnahmen im Bereich der PVC-Industrie evaluiert. Ziel war es festzustellen, ob die Vorgabe einer restriktiven Vermeidung von PVC-Produkten bei der Stadt Wien im Sinne einer ökologisch orientierten Beschaffung weiterhin aufrecht bleiben soll.
Nach Darlegung und Bewertung der aktuellen Sachlage ist eindeutig erkennbar, dass die Bemühungen der PVC-Industrie, ihre Produkte ökologisch vorteilhafter herzustellen, derzeit noch nicht ausreichend sind und keine neuen Erkenntnisse bringen. Daher soll im Rahmen der ökologischen Beschaffung bei der Stadt weiterhin auf PVC-hältige Materialien verzichtet werden.

Positionspapier des Lenkungsausschusses im Projekt ÖkoKauf Wien zur Vermeidung von chlororganischen Verbindungen, insbesondere PVC  

 

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