Geheimnisse der Wiener Stadtnatur

Newsflash

„Wildnis (ist) Klasse“ ist ein Umweltbildungsprojekt für Wiener Volksschüler*innen der 3. und 4. Schulstufe. Im Mittelpunkt steht die Artenvielfalt des urbanen Raums, also die Natur vor der Haustüre bzw. vor dem Klassenzimmer. In etwa drei Unterrichtsstunden lernen die Kinder spielerisch die Lebensweise ausgewählter heimischer Tierarten, die im urbanen Raum vorkommen kennen und verstehen ökologische Zusammenhänge. Neue Einträge zu den Volksschulen Vereinsgasse, Irenäusgasse, Krottenbachstraße und Neustiftgasse

Umwelttipp der Woche

Sanieren Sie richtig
Vorteile der Sanierung: Weniger Energieverbrauch, Werterhaltung/Wertsteigerung, Steigerung von Wohnbehaglichkeit und Komfort, Beitrag zum Umweltschutz. Richtige Reihenfolge beim Sanieren: Oberste Geschoßdecke (mindestens 20 Zentimeter Dämmung), Fenster sanieren/tauschen, Kellerdecke dämmen (von unten – 10 Zentimeter Dämmung), Außenwände dämmen (mindestens 12 Zentimeter Dämmung), Heizanlage sanieren.

Seit 13. November 2009 arbeiten alle vier Reaktoren des einzigen ungarischen KKWs in Paks mit einer Nominalleistung von 500 MWel (elektrische Leistung). Die ursprüngliche Leistung der vor Ort installierten Druckwasserreaktoren vom Typ WWER 440/213 betrug 440 MWel. Die höhere elektrische Leistung wurde in mehreren Phasen erreicht.

Dabei wurden sowohl Modifikationen an der sekundären Seite (Turbine, ...), als auch an der primären Seite (Reaktor) durchgeführt. Die am Reaktor selbst vorgenommenen Änderungen, aus denen eine 108-prozentige Erhöhung der thermischen Leistung auf 1485 MW resultiert, bestehen im Wesentlichen aus der Verwendung eines anderen Brennstoffs, der Anpassung der Kontrolle und Steuerung des Reaktorkerns sowie einer Erhöhung des Drucks im Primärkreislauf

Ähnliche Leistungserhöhungen bei diesem Reaktortyp wurden bereits im KKW Loviisa (Finnland) durchgeführt. Die Blöcke 1 und 2 des KKW Mochovce werden zur Zeit ebenfalls einer etwas geringeren Leistungserhöhung unterzogen. 

Kritikpunkte der Wiener Umweltanwaltschaft

Leistungserhöhungen der vorliegenden Größenordnung sind beim WWER 440/213, wie bei bereits durchgeführten Beispielen erkennbar, ohne akute Probleme im unmittelbaren Betrieb durchführbar. In Paks verfügt man inzwischen über etwa acht Reaktorjahre Betriebserfahrung mit 1485 MWth (thermische Leistung). Die erhöhte thermische Leistung des Reaktors hat allerdings einige langfristig potenziell ungünstige Auswirkungen auf die Komponenten des Reaktors. So ist der Reaktor und der Primärkreislauf höheren Beanspruchungen durch Druck und Temperatur ausgesetzt. Die höhere Leistung wird letztlich durch den Brennstoff und seine Anordnung bedingt, wodurch auch ein höherer Neutronenfluss auftritt. Dies führt zu anderen Verläufen was die Alterung (Versprödung, Porosität, ...) der bestrahlten Komponenten betrifft. 

Im Zusammenhang mit der in vielen Fällen angestrebten Laufzeitverlängerung über den ursprünglichen Zeitrahmen hinaus ist die Vorgehensweise jedenfalls kritisch zu bewerten, da Sicherheitsmargen zu Gunsten einer größeren Stromerzeugung verringert werden. Wie die WUA im Zusammenhang mit der Leistungserhöhung und der geplanten Laufzeitverlängerung immer gefordert hat, ist für ein akzeptables Sicherheitsniveau ein verstärktes Alterungsmanagement notwendig. Generell birgt aber die Laufzeitverlängerung in Kombination mit einer Leistungserhöhung eine Steigerung des Risikos.

Mehr Informationen:

Beschreibung KKW Paks des Betreibers (englisch)
Detailbeschreibung der WUA

TPL_WUA_ADDITIONAL_INFORMATION