Welche gesundheitlichen Auswirkungen haben bereits niedrige Dosen ionisierender Strahlung? Mit dieser kontrovers diskutierten Frage beschäftigt sich das diesjährige Wiener Nuklearsymposium am 18. September 2026.

Im Mittelpunkt steht die „Linear No-Threshold Hypothesis“ (LNT). Sie geht davon aus, dass jede Strahlendosis, unabhängig von ihrer Höhe, mit einem proportionalen gesundheitlichen Risiko verbunden ist. Die derzeitigen Strahlenschutzmaßnahmen orientieren sich weitgehend an diesem Modell. Kritiker*innen verweisen hingegen auf bestehende wissenschaftliche Unsicherheiten bei sehr niedrigen Dosen und sprechen sich für die Festlegung eines Schwellenwerts aus, unterhalb dessen gesundheitliche Auswirkungen als vernachlässigbar gelten.

Beim diesjährigen Symposium beleuchten Internationale Expert*innen den aktuellen Stand der Forschung, die gegenwärtige Praxis im Strahlenschutz sowie die möglichen Folgen einer Abkehr vom LNT-Modell. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, ob die Einführung eines Dosisgrenzwerts mit dem europäischen Vorsorgeprinzip vereinbar wäre.

Die Veranstaltung wird von der Wiener Umweltanwaltschaft und dem Institut für Sicherheits- und Risikowissenschaften der Universität für Bodenkultur ausgerichtet. Eine Teilnahme ist vor Ort, sowie online möglich.

Genauere Informationen zu der Veranstaltung, sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich unter: Home - Wiener Nuklearsymposium

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