Wenn die Tage kürzer werden und Temperaturen wieder sinken, machen sich viele unserer heimischen Vögel in wärmere Gefilde auf. Dort finden sie reichlich tierische Nahrung und angenehmeres Klima. 

Aber nicht alle unserer gefiederten Freunde teilen dieses Verhalten. Unsere Wintervögel haben gelernt auch in den kargen Monaten des Jahres in unseren Breiten zu überleben und die Kälte sogar zu nutzen. 

Schneehühner etwa verwenden Schnee als Unterschlupf und Isolator, Kleiber greifen auf ihre im Herbst emsig gehorteten Vorräte zurück und Buchfinken suchen emsig überdauernde Samen und Körner.

Dabei kann auch Österreich ein Feriendomizil sein: Die Saatkrähe etwa besucht uns nur im dann, wenn ihr der strenge Winter im Osten Europas zu kalt wird.

blaumeise winter heb 128Für die Erhebung von Daten ist diese Zeit der Wintervögel besonders interessant: Die Zählung der im Winter präsenten Vögel ermöglichen einen guten Einblick in die momentanen Artenzusammensetzungen, sowie die Auswirkungen der Arten- und Biodiversitätskrise.

Aus diesem Grund ruft Bird Life auch Anfang 2026 wieder zum Zählen der Wintervögel auf.

Mitmachen ist dabei ganz einfach:

Von 03. bis 06. Jänner eine Stunde lang Vögel beobachten, mitschreiben und dann die Ergebnisse an Bird Life melden. Da im Winter deutlich weniger Arten zugegen sind, eignet sich die Aktion auch perfekt für Einsteiger*innen ohne Vorkenntnisse. Ein Mitmachfolder erklärt alle Grundlagen.

Weitere Informationen zum Ablauf und zur Einmeldung finden Sie hier.

Die WUA wünscht Bird Life und allen Beteiligten eine erfolgreiche Stunde der Wintervögel!

 

© Foto: Benedikt Heger

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