Wien ist Mitglied des Klimabündnisses der europäischen Städte mit den indianischen Völkern Amazoniens.

Ziel

Die Bündnispartner haben sich zum Ziel gesetzt, zum aktiven Schutz des Regenwaldes beizutragen und aktiv dem weltweiten Treibhauseffekt entgegenzuwirken. Wien und alle anderen Mitglieder haben sich verpflichtet, bis zum Jahr 2010 die CO2-Emission jeweils in ihrem regionalen Bereich um 50 Prozent zu verringern, auf die Produktion und Verwendung von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) zu verzichten sowie die Urbevölkerung Amazoniens bei ihrem Kampf für die Erhaltung des Regenwaldes zu unterstützen.

Derzeit sind über 1.000 europäische Gemeinden, Städte oder Länder (Deutschland, Österreich – 8 Bundesländer und rund 200 Gemeinden, Schweiz, Niederlande, Dänemark, Italien und Schweden) Klimabündnismitglieder – und es werden immer mehr.

Was tut die Stadt Wien, um ihre Verpflichtungen einzuhalten?

Der Gemeinderat der Stadt Wien hat 1999 ein umfassendes Klimaschutzprogramm (KliP Wien) beschlossen. Unter der Leitung der Klimaschutzkoordinationsstelle der Magistratsdirektion soll das "KliP Wien" Schritt für Schritt umgesetzt werden.

Was können Sie dazu beitragen?

  • Klimaproblem Nummer eins ist der wachsende Kfz-Verkehr. Verzichten Sie nach Möglichkeit auf das Auto. In der Großstadt stellen öffentliche Verkehrsmittel und das Fahrrad in den meisten Fällen gute Alternativen zum privaten Pkw dar. Überzeugen Sie Familie und Bekannte vom "klimafreundlichen" Mobilitätsverhalten. Mehr Tipps
  • Verwenden Sie hochwertige Energiesparlampen statt Glühbirnen. Energiesparlampen kosten zwar in der Anschaffung mehr als herkömmliche Glühbirnen (5 bis 15 Euro), sie sparen jedoch 80 Prozent des Stroms und haben eine bis zu zehnmal längere Lebensdauer als Glühbirnen. Eine einzige Energiesparlampe kann bis zu 70 Euro an Stromkosten einsparen.
  • Ernten sie selbst Ökoenergie: Prüfen Sie, ob auf Ihrem Dach Platz für eine thermische Solaranlage oder für eine Solarstromanlage ist und montieren sie Ihr eigenes kleines Solarkraftwerk. Sie ernten Solarwärme und Solarstrom und setzen ein sichtbares Zeichen für den Klimaschutz. Zudem gibt es attraktive Förderungen. Mehr Informationen
  • Kaufen Sie keine Produkte (Möbel, Bilderrahmen, Holzschachteln etc.) aus Tropenholz. Bevorzugen Sie Holzprodukte aus nachhaltiger und zertifizierter Waldbewirtschaftung. Erkundigen Sie sich beim Kauf von Holzprodukten nach Art und Herkunft des Holzes und betonen Sie die Relevanz für ihre Kaufentscheidung.
  • Verzichten Sie auf Getränke aus Aludosen und verwenden Sie nur Mehrwegflaschen. Denn auch die Aluminiumgewinnung trägt wesentlich zur Regenwaldzerstörung bei. Einerseits werden dem Regenwald bei der Rohstoffgewinnung in Bauxitbergwerken gewaltige Wunden zugefügt, andererseits werden bei der Aluminiumherstellung ("Schmelze") Unmengen an Strom gebraucht, die in überdimensionalen Wasserkraftwerken mitten im Regenwald erzeugt werden. Zwar wäre die Stromgewinnung aus Wasserkraft grundsätzlich zu begrüßen, weil dabei keine direkten CO2-Emissionen auftreten und das Klima geschont wird. Aber durch die riesigen Kraftwerksprojekte verlieren oft Tausende Urwaldbewohner ihren angestammten und gewohnten Lebensraum. Außerdem entstehen durch die überschwemmten und verfaulenden Waldgebiete große (indirekte) CO2-Emissionen. Strom aus solchen Mammutprojekten kann deshalb nicht mehr als umweltfreundlich bewertet werden.
  • Der Verkauf FCKW-hältiger Kühlgeräte ist zwar mittlerweile verboten, jedoch stellen auch Fluorkohlenwasserstoffe (FKW), die nun häufig statt FCKW als Kühlmittel verwendet werden, schädliche Klimagase dar. Es gibt bereits umweltfreundlichere Ersatzstoffe (zum Beispiel Propan-Butan). Achten Sie beim Kauf Ihres neuen Kühlgeräts darauf und überprüfen Sie die (gesetzlich vorgeschriebene) "Energieplakette" des Geräts. Sie gibt Ihnen Auskunft darüber, ob das betreffende Gerät energiesparend ist. Kaufen Sie nur Geräte aus der höchsten Energieeffizienz-Klasse (wenn möglich Klasse A++, sonst Klasse A). Sie sind oft nicht teurer als durchschnittlich effiziente Geräte und ersparen Ihnen viel Geld durch geringen Stromverbrauch.

Weitere Auskünfte:

Klimabündnis Österreich
Klimaschutzkoordinationsstelle der Stadt Wien
"Die Umweltberatung"
MA 22 - Umweltschutzabteilung der Stadt Wien

 

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